Britischer Partners-Group-Fonds steht vor Auflösung

Eine deutliche Mehrheit der Aktionäre hat sich dafür ausgesprochen, ihre Beteiligungen in sogenannte Realisation Shares umzuwandeln. Damit wurde eine Schwelle überschritten, die den Weg für einen vollständigen Abbau des Portfolios ebnet.

Wie PGPE am Dienstag mitteilte, wurden bis zum Stichtag 48,83 Millionen Stammaktien – entsprechend 74,12 Prozent der ausstehenden Aktien – für eine Umwandlung in Realisation Shares angemeldet. Vorgesehen war ursprünglich eine Zweiklassenstruktur, bei der Aktionäre zwischen einer Fortführung der bisherigen Anlagestrategie und einer schrittweisen Verwertung der bestehenden Investments hätten wählen können.

Entscheid fällt am 7. Oktober 

Da mehr als 40 Prozent der ausstehenden Aktien für die Realisation Shares angemeldet wurden, gilt die dafür festgelegte Höchstschwelle als überschritten. Die entsprechende Reorganisationsvorlage wird deshalb bei der ausserordentlichen Generalversammlung zurückgezogen.

Stattdessen soll den Aktionären am 7. Oktober 2026 lediglich noch eine sogenannte «Managed Wind-Down Resolution» zur Abstimmung vorgelegt werden. Wird der Antrag angenommen, soll der Verwaltungsrat das gesamte Anlageportfolio des Fonds schrittweise und geordnet veräussern. Die daraus verfügbaren Erlöse würden an die Aktionäre zurückgeführt.

Peter McKellar, Verwaltungsratspräsident von PGPE, erklärte, das Abstimmungsergebnis zeige, dass eine deutliche Mehrheit der Aktionäre einen klaren Weg zur Liquidität suche. Angesichts der hohen Nachfrage nach einer Verwertung des Fondsvermögens halte der Verwaltungsrat nach Rücksprache mit dem Investmentmanager einen geordneten Abbau des gesamten Portfolios für die fairste Lösung für die Aktionäre.

PGPE, früher unter dem Namen Princess Private Equity Holdings Limited bekannt, wurde auf Guernsey gegründet und blickt auf eine Geschichte seit 1999 zurück. Die Aktien des Unternehmens sind seit 2007 an der London Stock Exchange kotiert. Der Fonds wird von Partners Group verwaltet.