Partners Group schränkt Einstieg von Hedgefonds bei Krisenfirmen ein
Partners Group schränkt den Zugang von Hedgefonds zu Krediten dreier angeschlagener Portfoliounternehmen ein. Das berichtet die Nachrichtenagentur «Bloomberg» am Freitag unter Berufung auf Kreise.
Damit will der Zuger Private-Equity-Investor die laufenden Refinanzierungs- und Restrukturierungsverhandlungen schützen. Insgesamt stehen bei Emeria, Ammega und Breitling rund 6 Milliarden Euro Schulden zur Refinanzierung an, die 2028 fällig werden.
Über sogenannte genehmigte Kreditgeberlisten (White Lists) kann Partners Group festlegen, welche Investoren die Kredite erwerben dürfen. Damit erschwert das Unternehmen spezialisierten Distressed-Debt-Investoren den Einstieg, die über den Kauf günstig bewerteter Schulden Einfluss auf Restrukturierungen oder die Kontrolle über Firmen gewinnen könnten.
Die Einschränkungen erschweren allerdings auch bestehenden Kreditgebern den Verkauf ihrer Positionen. Bei Emeria laufen bereits Gespräche mit Gläubigern über eine Umschuldung; Partners Group könnte dabei zusätzliches Kapital bereitstellen müssen. Das Unternehmen erklärte, seit 2024 mehr als 49 Milliarden Dollar an Refinanzierungen, Kapitalaufnahmen und Neukonditionen in seinem Private-Equity-Portfolio umgesetzt zu haben.














