Steuerstreit: Ex-UBS-Angestellter bekennt sich in Frankreich schuldig

UBS

Während die UBS mit allen Mitteln gegen eine Ausweitung der in Frankreich laufenden Untersuchung wegen Steuerdelikten kämpft, bröckelt die Front. Ein früherer Angestellter hat sich schuldig bekannt.

Der UBS droht in Frankreich ein Prozess wegen Steuerdelikten und Geldwäscherei. Nun bestätigte die Bank gemäss Nachrichtenagentur «AFP», dass ein ehemaliger Angestellter sich bereits für schuldig bekannt hat. An der Position der Bank ändere sich aber nichts, sie werde sich weiter gegen die Vorwürfe zur Wehr setzen, liess sie weiter verlauten.

Die französischen Behörden haben ihre Ermittlungen gegen die UBS bereits abgeschlossen, aber noch nicht über einen Anklage entschieden. Das Verfahren gegen die UBS wegen Beihilfe zur Steuerflucht war 2014 eröffnet worden, das gegen ihre französische Tochter 2015.

Kampf an mehreren Fronten

Die Grossbank musste bereits 1,1 Milliarden Euro Kaution zahlen. Sie ficht aber das Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg an.

Wie diese Woche bekannt wurde, wehrt sich die UBS auch gegen eine weitere Herausgabe von französischen Kundendaten. Im Rahmen eines Amtshilfegesuches war die Grossbank von der Eidgenössischen Steuerverwaltung dazu aufgefordert worden.

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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