VP Bank plant umfassende Personaloffensive

Alfred Moeckli, CEO VP Bank Gruppe

Alfred Moeckli, CEO VP Bank Gruppe

Die VP Bank hat im ersten Halbjahr 2016 leichte Abflüsse an Kundengeldern verzeichnet. Um das organische Wachstum anzukurbeln, will die Bank deutlich mehr Kundenbetreuer engagieren.

Die betreuten Kundenvermögen der VP Bank Gruppe sanken im Vergleich zu Ende Jahr 2015 um 800 Millionen auf 34 Milliarden Franken. Dies teilte das Finanzinstitut am Dienstag mit. Davon betrug die performancebedingte Vermögensabnahme rund eine halbe Milliarde Franken, hiess es weiter.

In Europa flossen vor dem Hintergrund des regulatorischen Umfeldes weiterhin Gelder ab. Ebenso wirkte sich der aktiv gesteuerte Rückgang der Kundeneinlagen in der Bilanz teilweise negativ auf das Netto-Neugeld aus, erklärte die VP Bank.

Im ersten Semester 2016 zogen Kunden Gelder in der Höhe von 200 Millionen Franken ab. In der Vorjahresperiode betrug der Abfluss noch 500 Millionen Franken. 

Zusätzliche Kundenbetreuer

Dank intensiver Marktbearbeitung konnten vor allem in Asien und im Fondsbereich deutliche Zuflüsse von Kundengeldern erzielt werden, wie es weiter hiess.

«Um das organische Wachstum voranzutreiben, planen wir, im Rahmen einer Rekrutierungsoffensive während der nächsten drei Jahre pro Jahr zusätzlich mindestens 25 neue Senior-Kundenbetreuer anzustellen», so VP-Bank-CEO Alfred Moeckli.

Weiter arbeite das in Vaduz ansässige Institut «mit Hochdruck» an neuen innovativen Dienstleistungen und investiere gezielt in digitale Tools, hiess es weiter.

Verbesserte Gewinnzahlen

Unter dem Strich erwirtschaftete die VP Bank Gruppe in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres einen Konzerngewinn von 24,4 Millionen Franken. In der Vorjahresperiode wurde durch einen positiven Einmaleffekt aus der Fusion mit der Centrum Bank ein Gewinn von 40,9 Millionen Franken erzielt.

Unter Ausschluss dieses Einmaleffektes liegt der Halbjahresgewinn 2016 laut Mitteilung um 8,5 Millionen Franken oder 53,2 Prozent über Vorjahr.

Das Kosten-Ertrags-Verhältnis erhöhte sich deutlich auf 68,9 Prozent gegenüber 59,4 Prozent Mitte 2015. Gestiegen ist auch die harte Kernkapitalquote, und zwar von 24,4 auf 25,7 Prozent, wie aus der Medienmitteilung weiter hervorging.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
  • Erfindungen, die Leben retten
  • So sehen die Innovations-Labs der Banken aus
  • Die geschrumpften Banken auf einen Klick
mehr

SELECTION

Die faszinierendsten Bankfilialen der Welt

Die faszinierendsten Bankfilialen der Welt

Ideen aus fünf Kontinenten für die Bank der Zukunft.

Selection

Selection

Warum Warren Buffett Gold hasst

Der Ausnahme-Investor liest den Goldanlegern die Leviten.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

weitere News