Erwin Heri geht «App»

Mit seinen mittlerweile mehr als 150 Videos über Finanzthemen hat der quirlige Finanzprofessor Erwin Heri längst Kultcharakter erlangt. Jetzt gibt es «ihn» auch als «App».

Natürlich hat man ihn zunächst belächelt, als er vor rund zwei Jahren antrat, die Öffentlichkeit mit Finanz-Videos «aufzuklären». So wie Dr. Sommer in der «Bravo» nahm sich Erwin Heri (Bild) der drängendsten Themen aus der Finanzwelt an und thematisierte sie auf eine Weise, wie man sie zuvor – zumindest in unseren Gefilden – noch nie gesehen hatte, nämlich in kurzen, prägnanten und anfänglich auch noch etwas hemdsärmelig produzierten Videos.

Dafür gründete er sogar eine Firma namens «fintool», in Anlehnung an das Schweizer Branchenportal finews.ch, mit deren Herausgeber er auch eine Bürogemeinschaft einging. Ein typischer Charakterzug Heris, nämlich seine geradezu notorische Beharrlichkeit, trug denn auch dazu bei, dass das Experiment nicht irgendwann einmal auf der Strecke blieb, sondern seine Mission «Verstehen Sie Finanzesisch» tatsächlich die Menschheit erreichte.

Woche für Woche im Studio

Auf einen Nenner gebracht lautet diese: In einer zunehmend entfesselten Finanzwelt ist es geradezu eine staatsbürgerliche Pflicht, dass sich jeder Einzelne eine Basis an Finanzwissen zulegt, um überhaupt zu begreifen, was mit seinem Geld, mit seinem Ersparten, mit seinem Vermögen und seiner Vorsorge geschieht – um letztlich so auch bis zu einem gewissen Grad Einfluss darauf zu nehmen.

Darum steigt Heri Woche für Woche in sein TV-Studio und dreht Video für Video, beseelt von der Aufgabe, der Welt dieses «Finanzesisch» einzuflössen, wie er selber mit einem Augenzwinkern sagt und jetzt sogar noch eine Neuheit präsentiert: eine «App», die man über den AppStore oder über GooglePlay herunterladen kann.

Süffig, aber verdaubar

Zwei Mal pro Woche kriegt man dann das neuste Kurz-Video, das sich jeweils mit einer spezifischen Finanz- respektive Anlagefrage befasst. Dabei geht es nicht um News oder «heisse Stories», sondern um eine durchaus «süffige», vor allem aber verdaubare Darstellung von Finanzwissen, das durch aktuelle Fragen angereichert ist.

Etwas prosaischer drückt es Professor Heri so aus: «Bildlich gesprochen besteht die Idee darin, dass weite Feld des Finanz- und Anlagewissens für Jedermann als monumentales Gemälde darzustellen, dieses dann in kleine Schnipsel zu zerschneiden, jedes dieser Schnipsel als Video zu bearbeiten, und das Ganze schliesslich zu einer grossen Wissens-Videothek zusammenzusetzen.»

Ein veritables Learning-Tool im Visier

Bisher wurden die Videos der «fintool-Community», die sich umsonst über die Homepage registrieren kann, zweimal wöchentlich als Push-Mail zugestellt. Mit seiner «fintool-App» will Heri nun jene Kundengruppe ansprechen, die weniger über Mail, als vielmehr über über Apps «funktioniert».

Neben der Produktion und Ausstrahlung der Videos nennt Erwin Heri als nächste Projektschritte die Entwicklung einer Search- und Navigationsfunktion, welche die Videothek zu einem veritablen Finanzwissen- und Learning-Tool machen soll. Wir jedenfalls bleiben dran!

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