Valiant steigert Konzerngewinn

Valiant erzielte in den ersten neun Monaten 2026 einen Konzerngewinn von 114,2 Millionen Franken. Gegenüber der Vorjahresperiode ist das ein Plus von 5,4 Prozent, wie die Bank am Donnerstag mitteilte. Für das Gesamtjahr erwartet Valiant einen leicht höheren Gewinn.

Der Geschäftsertrag entwickelte sich positiv und nahm um 1,0 Prozent auf 415,2 Millionen Franken zu. Der Geschäftserfolg erhöhte sich leicht um 0,2 Prozent auf 171,2 Millionen Franken.

«Valiant kann ihren Wachstumskurs fortsetzen», sagt CEO Ewald Burgener. Gerade in einem herausfordernden Umfeld sei die konsequente Umsetzung der Strategie ‹Valiant 2029› zentral. Ziel sei es, das Finanzleben der Kundinnen und Kunden zu vereinfachen, die Ertragsdiversifikation auszubauen und das Kostenmanagement konsequent weiterzuführen.

Wachstum im Kredit- und Einlagengeschäft

Bei den Kundenausleihungen legte Valiant in den ersten neun Monaten um 2,5 Prozent beziehungsweise 754,6 Millionen Franken auf insgesamt 31,1 Milliarden Franken zu. Die Kundengelder stiegen um 2,4 Prozent auf 23,3 Milliarden Franken.

Das Zinsengeschäft blieb trotz des Nullzinsumfelds auf hohem Niveau. Der Brutto-Erfolg ging gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent auf 300,4 Millionen Franken zurück, der Netto-Zinserfolg um 1,3 Prozent auf 292,7 Millionen Franken. Die Zinsmarge lag bei 104 Basispunkten. Als Gründe für den leichten Rückgang nennt Valiant das Nullzinsumfeld sowie wegfallende Erträge aus Absicherungsgeschäften.

Deutlich stärker entwickelte sich das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Der entsprechende Erfolg stieg um gut 10 Prozent auf 79,3 Millionen Franken. Besonders dynamisch war das Wertschriften- und Anlagegeschäft, dessen Kommissionsertrag um 16 Prozent zunahm. Dazu trugen höhere Depotvermögen infolge von Neugeldzuflüssen und die positive Entwicklung an den Finanzmärkten bei.

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft sank hingegen um 5,6 Prozent auf 29,2 Millionen Franken. Der übrige ordentliche Erfolg erhöhte sich um rund 21 Prozent auf 13,8 Millionen Franken, hauptsächlich aufgrund höherer Beteiligungserträge.

Investitionen erhöhen den Geschäftsaufwand

Der Geschäftsaufwand nahm um 1,8 Prozent auf 228,7 Millionen Franken zu. Verantwortlich dafür seien insbesondere Investitionen in die Digitalisierung und in die «Attraktivität als Arbeitgeber» gewesen. Gleichzeitig halte Valiant im Rahmen ihres Effizienzprogramms an einem konsequenten Kostenmanagement fest.
Den Reserven für allgemeine Bankrisiken wurden 25 Millionen Franken zugewiesen. Die Gesamtkapitalquote belief sich per Ende September auf 17,0 Prozent. Damit liegt sie am oberen Ende der intern definierten Zielbandbreite von 15 bis 17 Prozent und deutlich über den regulatorischen Anforderungen.

Um die Kapitalquote künftig wieder in die definierte Bandbreite zurückzuführen, setzt Valiant unter anderem auf das bereits im Februar angekündigte Aktienrückkaufprogramm. Bis zum 30. September hat die Bank den Angaben zufolge 57'080 eigene Aktien im Gesamtwert von neun Millionen Franken zurückgekauft.

Neue Angebote für KMU und junge Personen

Die Bank will ihr Angebot ausweiten. Seit Sommer 2026 bietet die Bank neue Geschäftskontenpakete für KMU und Selbstständige an. Auch bei den Angeboten für junge Kundinnen und Kunden setzt Valiant auf neue Anreize. So wurden für Kundinnen und Kunden bis 28 Jahre spezielle Depotangebote geschaffen. Zudem entfallen bei bestimmten Produkten Gebühren für Bank- und Kartenleistungen.

Leicht höherer Jahresgewinn erwartet

Für das Gesamtjahr 2026 zeigt sich das Management zuversichtlich. Valiant rechnet mit einem leicht höheren Konzerngewinn als im Vorjahr. Das Ergebnis nach den ersten neun Monaten stimmt CEO Ewald Burgener nach eigenen Angaben zuversichtlich, die gesteckten Jahresziele zu erreichen.