Furcht vor dem Schwarzen Schwan

Furcht vor dem Schwarzen Schwan

Schwarzer Schwan©Shutterstock

Die Börsen taumeln welweit. Das weckt bei Vermögensverwaltern und Grossinvestoren schlimmste Befürchtungen. So viele Investoren wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr erwarten einen neuerlichen Crash.

Fallende China-Börsen, taumelnde Rohstoff-Riesen und unschlüssige Zentralbanken: Dieser toxische Mix sorgt seit einigen Monaten für fallende Aktienkurse weltweit. Allein der Schweizer Leitindex, der Swiss Market Index, SMI, büsste in den vergangenen drei Monaten fast acht Prozent an Wert ein.

Dies genügt offenbar, damit bei Vermögensverwaltern, Banken und Grossinvestoren Erinnerungen an das Katastrophen-Jahr 2008 wach werden. So warnt Goldman Sachs nun vor einer «dritten Welle der Finanzkrise», wie das deutsche «Handelsblatt» berichtet.

Ominöser Rekord

Aber nicht nur amerikanische Investmentbank sieht einen neuen Sturm heraufziehen – zahlreiche andere Marktteilnehmer bereiten sich offensichtlich auf das Schlimmste vor.

Das jedenfalls lässt der unter professionellen Investoren viel beachtete CBOE «Skew» Index vermuten. Er erreichte eben seinen höchsten Stand seit 1990. Das Barometer, das die Volatilität von bestimmten Optionen abbildet, zeigt im Grunde nichts anderes als den Preis, den Investoren zu zahlen bereit sind, um sich gegen unerwartete Grossrisiken abzusichern (vgl. Chart).

CBOE Index

Seit dem vom Finanzfachmann Nassim Nicholas Taleb im Jahr 2007 veröffentlichten Bestseller haben diese Grossrisiken auch einen Namen: Schwarze Schwäne.

Der Lohn der Angst

«Wir vermuten, dass mittlerweile sämtliche Banker der Welt Talebs Buch gelesen haben», witzelt das amerikanische Finanzportal «Business Insider» mit Blick auf den CBOE «Skew» Index. Doch was sich aus dessen Rekordhoch ablesen lässt, ist alles andere als lustig.

Der Zähler zeigt nämlich nichts anderes, als dass so viele Investoren wie in 25 Jahren nie mehr mit einem neuerlichen Crash rechnen – und sich entsprechend dagegen absichern.

Keine schlechte Idee, findet «Business Insider»: Sich angesichts des drohenden Chaos sicher zu fühlen, sei das Geld schon wert.

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