Immobilienpreise steigen etwas langsamer

Bei Einfamilienhäusern legten die Preise von Juli bis September um 0,7 Prozent zu, bei Eigentumswohnungen um 0,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr verteuerten sich Wohnungen mit 3,9 Prozent etwas mehr als Einfamilienhäuser mit 2,8 Prozent. Damit setzt sich der Preisanstieg am Schweizer Immobilienmarkt fort, wenn auch etwas langsamer als zuvor. Das zeigt der jüngste Private Real Estate Price Index des Immobilienberatungsunternehmens IAZI.

Gleichzeitig zeigen sich erste Bremsspuren. Die Zahl der Eigenheimkäufe ging leicht zurück, ebenso das Wachstum des Hypothekarvolumens. Ein Grund dafür sind die hohen Kaufpreise: Trotz vergleichsweise günstiger Finanzierung können sich viele Haushalte Wohneigentum nur noch schwer leisten. Auch Banken sind bei Finanzierungen, bei denen das Haushaltsbudget knapp wird, zurückhaltender.

Anlageimmobilien steigen stärker

Für Anlageimmobilien mussten Käufer im dritten Quartal 1,4 Prozent mehr bezahlen als im Vorquartal, wie der Investment Real Estate Price Index von IAZI zeigt. Innert eines Jahres stiegen die Preise um 4,5 Prozent.

Ein wichtiger Grund dafür sind laut IAZI die tiefen Zinsen. Die Schweizerische Nationalbank hat ihren Leitzins Ende September bei 0 Prozent belassen. Dadurch bleiben Immobilien für Anleger im Vergleich zu vielen anderen Anlagen attraktiv. Gleichzeitig sind auch die Finanzierungskosten weiterhin moderat: Zehnjährige Festhypotheken kosten laut IAZI rund 2 Prozent, Hypotheken mit variablem SARON-Zins etwas mehr als 1 Prozent.

Wenig gebaut

Vorerst spreche wenig für eine grundlegende Trendwende. Zwar wächst die Nachfrage nach Wohnraum wegen der geringeren Zuwanderung weniger stark als in den vergangenen Jahren. Gleichzeitig wird aber weiterhin wenig gebaut.

Das zeigt sich auch bei den Leerständen. Die landesweite Leerwohnungsziffer sank per Anfang Juni zum sechsten Mal in Folge auf 0,9 Prozent. Von rund 45'000 leer stehenden Wohnungen und Häusern waren knapp 11'000 Eigenheime. Besonders knapp bleibt das Angebot bei Mietwohnungen.