Wohneigentum verteuert sich weiter
Laut dem von Raiffeisen Schweiz vierteljährlich erhobenen Transaktionspreisindex verteuerten sich Einfamilienhäuser im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 2,0 Prozent. Im gleichen Zeitraum steigen die Preise für Stockwerkeigentum um 1,7 Prozent.
(Alle Grafiken: SRED, Raiffeisen Economic Research)
Auf Jahressicht legen Eigentumswohnungen jedoch stärker zu als Einfamilienhäuser. Hier betrug der Preisanstieg bei Einfamilienhäusern 3,6 Prozent und bei Eigentumswohnungen 5,9 Prozent. Bei Einfamilienhäusern verzeichnete die Region Zürich mit 4,8 Prozent den stärksten Anstieg, gefolgt von der Westschweiz mit 4,6 Prozent. Bei Eigentumswohnungen lag die Südschweiz mit einem Plus von 7,4 Prozent vorn.
Auch nach Gemeindetypen zeigen sich deutliche Unterschiede: Über die vergangenen vier Quartale verteuerten sich Einfamilienhäuser in Zentrumsgemeinden um 5,2 Prozent. Bei Eigentumswohnungen war der Anstieg in touristischen Gemeinden mit 7,9 Prozent am stärksten. In den Zentren betrug er dagegen lediglich 1,6 Prozent.
Als Hauptgrund für die anhaltende Preisdynamik wird das knappe Angebot gesehen. «Die Aussicht auf ein mögliches Ende des Nullzinsregimes der Schweizerischen Nationalbank hat die Zinsen für Festhypotheken in den vergangenen Monaten ansteigen lassen», sagt Fredy Hasenmaile, Chefökonom von Raiffeisen «Der moderate Zinsanstieg genügt jedoch nicht, um die hohe Preisdynamik am Eigenheimmarkt umzukehren; dafür ist und bleibt das Angebot zu knapp.»
Der Raiffeisen Transaktionspreisindex misst, basierend auf Handänderungsdaten von Raiffeisen und des Swiss Real Estate Datapools (SRED), die Preisentwicklung von selbstgenutztem Wohneigentum in der Schweiz.

















