QPLIX: Vermögensmanagement mit KI neu gedacht

Wer heute ein Family Office, eine unabhängige Vermögensverwaltung oder die Wealth-Management-Sparte einer Bank leitet, kennt das Problem: Kundendaten liegen im CRM, Portfolios werden in einem anderen System verwaltet, Order Management läuft über eine dritte Anwendung, Dokumente stapeln sich in einem separaten Archiv, und für den Kundenbericht am Quartalsende müssen alle diese Quellen mühsam wieder zusammengeführt werden.

Jeder dieser Systembrüche kostet Zeit, erhöht das Fehlerrisiko und erschwert es, in Echtzeit einen verlässlichen Überblick über liquide wie illiquide Vermögenswerte zu behalten. Gerade bei komplexen Mandaten mit Private-Equity-Beteiligungen, Immobilien und klassischen Wertschriften wird diese Fragmentierung schnell zum operativen Flaschenhals, der wertvolle Ressourcen bindet, die eigentlich der Kundenbetreuung zugutekommen sollten.

Eine Plattform statt Systembrüche

QPLIX hat diese Bausteine – CRM, Portfoliomanagement, Order Management, Dokumentenverwaltung und Reporting – bereits vor Jahren in einer gemeinsamen Plattform vereint, auf einer einzigen Datenbasis, ohne Brüche zwischen Handel, Analyse und Reporting. Wer eine Order auslöst, sieht die Auswirkung sofort in der Performance-Analyse; wer ein Dokument hochlädt, findet es automatisch mit der passenden Position verknüpft; wer einen Bericht erstellt, greift auf dieselben Zahlen zu, die auch im Kundenportal erscheinen.

Diese Konsolidierung erstreckt sich über mehr als 250 angebundene Depotbanken sowie gängige Kernbankensysteme hinweg und deckt damit auch komplexe, international verteilte Vermögensstrukturen ab. Genau diese Durchgängigkeit hat QPLIX in den vergangenen Jahren zu einem gefragten Partner für Schweizer EAMs, Family Offices und auch Banken gemacht, die einzelne Glieder ihrer Wertschöpfungskette an spezialisierte Anbieter auslagern wollen, statt alles im eigenen Kernbankensystem abzubilden.

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(Bild: zVg)

Wenn KI die Routinearbeit übernimmt

Doch ein konsolidiertes System allein reicht heute nicht mehr aus. Die eigentliche Frage lautet: Wie viel der täglichen Arbeit lässt sich dem Nutzer tatsächlich abnehmen? Denn selbst mit einer einzigen Plattform verbleibt manuelle Arbeit – Dokumente prüfen, Daten abgleichen, Berichte zusammenstellen, Auffälligkeiten in grossen Datenmengen aufspüren. Bei illiquiden Anlagen etwa, wo Kapitalabrufe, Ausschüttungen und Bewertungen oft nur als PDF-Dokument ohne Schnittstelle eintreffen, verbringen Mitarbeitende noch immer viel Zeit mit reiner Dateneingabe. Genau an diesem Punkt setzt QPLIX bereits heute an – mit künstlicher Intelligenz, die nicht nur Prozesse beschleunigt, sondern Aufgaben eigenständig übernimmt.

Vom System zum Cockpit

Bereits im produktiven Einsatz ist ein KI-gestützter Dokumentenleser, der beliebige Unterlagen verarbeiten kann. «Ob Kapitalabruf, Bankbeleg oder Abrechnung ohne Schnittstelle – das System versteht den Inhalt, ordnet ihn der richtigen Position zu und schlägt die Buchung vor. Bestätigt wird nur noch per Klick», beschreibt Sener Arslan, Regional Director Schweiz bei QPLIX, die Funktionsweise. Statt klassischer Texterkennung setzt QPLIX auf echtes KI-Verständnis, das Inhalte unabhängig von Sprache und Format interpretiert, relevante Kennzahlen und Transaktionsdaten extrahiert und direkt zur Verbuchung vorschlägt.

Verarbeitet werden die Daten dabei ausschliesslich auf den eigenen Rechenzentren von QPLIX – für Schweizer Kunden redundant an zwei Standorten in der Schweiz, für Kunden aus der EU und anderen Ländern entsprechend in Deutschland.

Die KI lernt zudem nicht mandantenübergreifend: Daten eines Kunden fliessen nie in die Verarbeitung eines anderen Kunden ein, jedes Modell arbeitet strikt innerhalb der Datenumgebung des jeweiligen Nutzers. Was früher zeitaufwändige Dateneingabe und mühsame Abgleiche bedeutete, reduziert sich damit auf eine kurze Kontrolle per Klick – ein Effizienzgewinn, der sich gerade bei Family Offices mit hohem Anteil illiquider Anlagen deutlich bemerkbar macht. 

Amanda automatisiert die Portfolioanalyse

Ebenfalls schon live ist der Amanda Assistant: Nutzer erhalten bereits heute Portfolioübersichten, Kennzahlenvergleiche und textbasierte Zusammenfassungen sowohl auf Anfrage als auch automatisiert generiert, etwa als wiederkehrende Übersicht zu den wichtigsten Portfoliotreibern. Amanda arbeitet dabei durchgängig mit den bestehenden, nutzerbezogenen Zugriffsrechten aus QPLIX, sodass keine zusätzlichen Berechtigungskonzepte notwendig sind und Mandantentrennung sowie Datenschutz gewahrt bleiben.

Damit sind agentische Workflows in QPLIX bereits Realität, nicht nur Zukunftsmusik: Wiederkehrende Abfragen – etwa eine wöchentliche Performanceübersicht oder ein monatlicher Kennzahlenvergleich zwischen Mandaten – laufen bereits als automatisierte tägliche, wöchentliche oder monatliche Routinen und liefern Berichte sowie Portfolioübersichten von selbst, statt jedes Mal manuell neu angefordert zu werden.

Amanda soll als eigenständige Workflow-Ebene mit echter Handlungsfähigkeit innerhalb von QPLIX agieren: Wiederkehrende Analyseläufe erfolgen automatisch, stark nachgefragte Daten stehen jederzeit bereit, und Qualitätsprobleme werden erkannt, noch bevor Nutzer Zeit mit deren Suche verbringen müssen.

Der nächste Schritt geht noch weiter: proaktive Erkenntnisse. Statt dass Nutzer aktiv nach Informationen suchen müssen, können Zusammenfassungen, Berichte und Benachrichtigungen künftig automatisch bereitgestellt werden, sobald relevante Ereignisse eintreten. Das soll den manuellen Navigationsaufwand bei Routineanalysen weiter reduzieren und sicherstellen, dass benutzerdefinierte Ereignisse zeitnah erkannt und gemeldet werden – etwa auslaufende Obligationen, ungewöhnliche Kursbewegungen, signifikante Wechselkursveränderungen oder Abweichungen im Cashflow einer Immobilie. Für Relationship Manager würde das bedeuten, dass sie nicht mehr selbst regelmässig durch Dutzende Portfolios navigieren müssen, um Auffälligkeiten zu finden – die Plattform meldet sich künftig von sich aus.

KI für das Front Office

Parallel dazu plant QPLIX, den Zugriff auf die Plattform gezielt für Relationship Manager zu erweitern, die im Alltag oft unterwegs sind und nicht immer am Arbeitsplatz sitzen. Vorgesehen ist eine auf Front-Office-Daten ausgerichtete KI-Oberfläche, mit der sich massgeschneiderte, interaktive Portalansichten allein über Prompts erstellen lassen sollen – etwa eine kompakte Übersicht der wichtigsten Kennzahlen eines Kunden vor einem Beratungsgespräch, generiert in Sekunden, ganz ohne technisches Vorwissen oder Entwicklungsaufwand auf Kundenseite.

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(Bild: zVg)

KI als Wächter der Datenqualität

Ein weiterer, oft unterschätzter Bereich ist die Datenqualität selbst. Gerade bei der Konsolidierung mehrerer Depotbanken, Datenschnittstellen und illiquider Anlageklassen schleichen sich veraltete Kurse, falsche Wechselkurse, inkonsistente Kennzahlen oder Cash-Differenzen ein, die in der Praxis viel Zeit bei der Fehlersuche kosten – oft erst dann bemerkt, wenn ein Bericht bereits beim Kunden liegt.

Als nächste Ausbaustufe entwickelt QPLIX deshalb einen KI-gestützten Datenqualitäts-Monitor, der automatisch Portfolio-Gesundheitschecks durchführen, veraltete Kurse, fehlerhafte Wechselkurse, auffällige Kennzahlen und weitere Anomalien erkennen und dem Nutzer direkt erklären soll, was betroffen ist, wo im System das Problem liegt und seit wann es besteht. Ergänzt werden soll das Modul um eine Art Investigation-Chat und eine Problem-Postbox, über die Nutzer bei Unklarheiten direkt Unterstützung bei der Untersuchung von Datenproblemen anfordern können, statt zeitaufwändig selbst nach der Fehlerquelle zu suchen. 

Mehr Zeit für das eigentliche Geschäft

«Für uns ist das kein Feature-Wettrennen, sondern die logische Weiterentwicklung dessen, was unsere Kunden täglich brauchen», sagt Arslan. Für Family Offices, Vermögensverwalter und Banken bedeutet das in Summe: weniger Zeit für Datenpflege, Dokumentenverarbeitung und Fehlersuche, mehr Zeit für Kundenbeziehung und strategische Entscheidungen – der eigentliche Kern des Geschäfts, den kein System ersetzen kann, aber jedes gute System konsequent unterstützen sollte.