Geldwäscherei: Risiko-Bericht sieht stabile Lage
Zu diesem Schluss kommt der dritte nationale Risiko-Bericht der interdepartementalen Koordinationsgruppe zur Bekämpfung von Geldwäscherei, Terrorismusfinanzierung und Proliferationsfinanzierung (KGGT), über den der Bundesrat am Mittwoch informiert wurde.
Die Risikolage werde zwar weiterhin durch den technologischen Fortschritt, geopolitische Veränderungen und regulatorische Entwicklungen beeinflusst, habe sich insgesamt jedoch nicht wesentlich verändert. Die internationale Bedeutung und Vernetzung des Schweizer Finanzplatzes mache das Land weiterhin attraktiv für Kriminelle, heisst es weiter. Entsprechend hätten viele der identifizierten Bedrohungen eine internationale Dimension.
Das Risiko der Terrorismusfinanzierung wird derzeit als vergleichsweise begrenzt eingestuft. Allerdings bestehen laut Bericht in bestimmten Branchen erhöhte Risiken. Dazu zählen insbesondere Bereiche mit starker internationaler Ausrichtung, einer ausgeprägten Nutzung neuer Technologien sowie mit erst kürzlich eingeführter Regulierung.
Behörden sollen Zusammenarbeit verstärken
Die KGGT empfiehlt, die Ressourcen der zuständigen Aufsichts- und Vollzugsbehörden ausreichend sicherzustellen und die Datengrundlagen für die Risikobewertung zu verbessern. Zudem soll der Austausch zwischen den beteiligten Akteuren intensiviert werden.
Weiter empfiehlt der Bericht, die Wirksamkeit des Meldesystems, der Edelmetallkontrolle und des neuen Transparenzregisters zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen. Auch geplante regulatorische Anpassungen im Bereich der organisierten Kriminalität und der Aufsichtsinstrumente sollen vorangetrieben werden.
Bestehendes System laufend überprüfen
Der Bundesrat und die zuständigen Behörden wollen das bestehende System zur Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung weiterhin laufend überprüfen und mögliche Verbesserungen umsetzen.
Die aktuelle Analyse knüpft an die nationalen Risiko-Berichte von 2015 und 2021 an. Sie ergänzt zudem die im März 2026 vom Bundesrat verabschiedete Strategie zur Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung. Ziel ist es, die Aktivitäten der beteiligten Behörden zu koordinieren und ihre Ressourcen gezielt auf die grössten Risiken auszurichten.















