CFO-Stimmung so optimistisch wie lange nicht
Laut der jüngsten Umfrage von Deloitte unter Schweizer Finanzchefs erwarten 61 Prozent der befragten CFOs in den kommenden zwölf Monaten eine positive Entwicklung der Schweizer Wirtschaft.
Nur 8 Prozent der befragten Finanzchefs rechnen mit einer Verschlechterung der Schweizer Konjunktur. Damit hat sich die Stimmung gegenüber der vorangegangenen Umfrage deutlich aufgehellt.
Auch die Umsatzerwartungen der Unternehmen sind laut Deloitte stark gestiegen. 62 Prozent rechnen damit, dass die Umsätze innerhalb des nächsten Jahres steigen. Im ersten Halbjahr 2026 waren es nur 43 Prozent.
(Grafik: Deloitte)
Als Hauptsorgen werden geopolitische Risiken genannt, gefolgt von Sorgen vor einer Nachfrageschwäche oder einer Rezession. Ebenfalls genannt werden Regulierungen und politische Entscheide.
Zuversicht auch für China und die USA
Die befragten CFOs beurteilen nicht nur die Aussichten für die Schweiz positiver als noch vor einem halben Jahr. Auch für China und die USA hat sich die Einschätzung verbessert.
Eine Ausnahme bildet Deutschland: Zwar hat sich die Beurteilung der dortigen Konjunkturaussichten gegenüber dem Frühjahr leicht aufgehellt, die strukturellen Herausforderungen bleiben laut der Umfrage jedoch erheblich.
Das Thema KI wird als ein wichtiger Treiber gesehen. Das habe grosses Potenzial, um die Geschäftsentwicklung voranzutreiben. Die durchschnittlich budgetierten Aufwendungen für KI werden von den CFOs auf 0,9 Prozent der Gesamtausgaben beziffert. Gleichzeitig geben sie aber auch an, dass die KI-Investitionen teurer als erwartet ausfallen.
Künstliche Intelligenz belastet Beschäftigungsaussichten
Trotz der verbesserten Konjunkturerwartungen bleiben die Beschäftigungsaussichten in der Schweiz schwach. Viele Finanzchefs gehen davon aus, dass der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz die Zahl der Arbeitsplätze reduzieren wird. Besonders betroffen sein könnten Einstiegsstellen und Juniorpositionen.
Die Ergebnisse deuten damit auf eine zunehmende Diskrepanz zwischen den wirtschaftlichen Erwartungen und den Personalplänen der Unternehmen hin: Während die CFOs optimistischer auf die Konjunktur und die Umsatzentwicklung blicken, erwarten sie durch den technologischen Wandel Veränderungen am Arbeitsmarkt.














