Warum Marc Faber einen Job beim Staat nehmen würde

Von «Dr. Doom» ist man sich Pessimismus und Staatsfeindlichkeit gewohnt. Nun sieht er die Welt aber so düster, dass er die Zuflucht beim Staat als Ausweg sieht.

Eines ist wohl klar: Marc Faber (Bild) möchte nicht nochmals jung sein. In einem Interview mit der «Wirtschaftswoche» beschrieb er die Perspektiven der jungen Generation in seinen gewohnt düsteren Zukunftsbildern und fügte an: «Mir tun die jungen Leute ehrlich leid.»

Wenn er nochmals 25 Jahre alt wäre, «würde ich einen Job beim Staat suchen». Das sagt jener Marc Faber, der sonst keine Gelegenheit auslässt, gegen die sich ausbreitende Krake Staat zu schiessen, gegen die Vorschriften, Regulierungen, Hürden für Unternehmer und die staatlich gelenkte Geldpolitik.

Ausweg Auswandern

Aber für Leute ohne besonderen Ehrgeiz sei der Staat ein angenehmer Zufluchtsort: «Dort bekommt man für relativ wenig Arbeit gutes Geld», so Faber. Jungen Leuten mit Ehrgeiz würde er aber raten, nach Indien, Südostasien oder China auszuwandern. Dort gebe es noch Chancen.

Aber in Europa und in den USA sehe es finster aus. US-Studienabgänger seien erstmal jahrelang damit beschäftigt, ihre Studienkredite abzuzahlen. In Europa könnten die wenigsten jungen Berufstätigen am Ende des Monats irgendetwas zurücklegen.

«Everybody gets fucked!»

Und weil die Versicherungen am Kapitalmarkt nichts mehr verdienten, müssten sie die Prämien erhöhen. «Auch das trifft am Ende wieder den normalen Bürger. Kurz: Everybody gets fucked!»

Deutliche Worte von Faber, der seinen Pessismus bekanntermassen aus der aktuellen Geldpolitik, der hohen Staatsverschuldung und der steigenden Ungleichheit zwischen Arm und Reich bezieht.

Das Ende des freien Kapitalismus

An seine Lösung, die Verringerung der Staatsquote und den Abbau von Regularien und Schulden, glaubt der 68-Jährige wohl selbst nicht mehr.

Zu schnell wüchsen die staatlichen Regularien, die im Endeffekt nur den Grossunternehmen nützten, welche mit einem Heer von Anwälten und Lobbyisten ihre marktbeherrschende Stellung zementierten.

«Wir haben keinen freien Kapitalismus mehr. Heute bestimmen Grosskonzerne und Politik alles», lautet das Fazit von «Dr. Doom».

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