Die neue Ära aktiv verwalteter Zertifikate
AMCs entstanden ursprünglich als einfache Tracker-Zertifikate von Schweizer Privatbanken. Dank moderner Fintech-Plattformen und der zunehmenden Demokratisierung der Finanzmärkte wurden die Rollen von Emittent und Asset Manager jedoch entkoppelt. Plötzlich konnten externe Asset Manager (EAMs) innert weniger Tage eigene Strategien lancieren, wodurch sich AMCs als ideal für eine schnelle Markteinführung erwiesen.
Durch den Einsatz von Zweckgesellschaften (SPVs) haben sich zudem ausserbilanzielle Strukturen entwickelt, die mehr Flexibilität für Strategien mit Vermögenswerten schaffen, die nicht in einen herkömmlichen Rahmen passen.
Die SPV-Revolution: institutioneller Schutz bei schnellem Marktzugang
Von einer Bank emittierte AMCs sind strukturierte Produkte und im rechtlichen Sinne eine Schuldbriefverschreibung. Insofern tragen Anleger das Gegenparteirisiko der emittierenden Bank. Im Falle einer Insolvenz der Bank könnten Investoren somit ihr eingesetztes Kapital ganz oder teilweise verlieren, unabhängig von der Wertentwicklung der Basiswerte. SPVs können hier Abhilfe schaffen. Bei der Emission über ein SPV werden die Vermögenswerte von der Bilanz ausgesondert, wodurch das Gegenparteirisiko minimiert wird.
Warum sind AMCs eine attraktive Lösung für Asset Manager?
Für EAMs bietet ein AMC über eine SPV-Struktur eine Reihe von Vorteilen:
- Reduziertes Risiko für Nutzende: Die Vermögenswerte werden ausserbilanziell in einer insolvenzsicheren Struktur gehalten, was Investoren vor dem Emittentenrisiko schützt.
- Schnellere Markteinführung: Dank etablierter SPV-Strukturen lassen sich Strategien schnell und einfach lancieren.
- Kosteneffizienz: Anlagestrategien können kostengünstig lanciert und neu ausgerichtet werden.
- Wachstum des verwalteten Vermögens: Gewinnung neuer Kundschaft, Vertiefung bestehender Beziehungen und Erhöhung der Anteile am Kundenportfolio.
- Bessere Anpassung: Entwicklung thematischer oder massgeschneiderter Strategien und eigener Gebührenmodelle.
- Flexible Ausübung und Verwahrung: Bevorzugte Bank-, Depot- und Ausübungspartner können weiterhin auf einer massgeschneiderten Plattform genutzt werden.
- Operationale Effizienz: Gebündelte Handelsvolumen und Vermögenswerte führen zu effizienteren Gebührenstrukturen.
- Breites Anlageuniversum: Zugang zu einer Vielfalt von Anlageprodukten, darunter Futures, Optionen, private Märkte, Kryptos u.v.m.
Die Rolle von Swissquote in der AMC-Struktur
«Als Verwahrstelle und Broker zugleich stellt Swissquote die Kerninfrastruktur für den gesamten Produktlebenszyklus bereit», erklärt Filip Sarovic, Senior Sales Structured Solutions bei Swissquote. «Wir verbinden ausserbilanzielle Sicherheit mit maximaler Handelsflexibilität.»
Swissquote dient als sicheres Verwahrzentrum und als Broker für die AMC-Basiswerte. Die Bank bietet ausserbilanzielle SPV-Lösungen in Ländern wie Guernsey, den Kaimaninseln, Luxemburg und der Schweiz an, um die unterschiedlichen Anforderungen der Regulatoren und Investoren zu erfüllen.
Die Doppelrolle von Swissquote wird dabei zum strategischen Vorteil. Als primäre Brokerage-Plattform macht Swissquote aus dem AMC ein dynamisches Multi-Asset-Anlageinstrument statt eines statischen Wertpapiers. EAMs können Kauf- und Verkaufsaufträge ausführen, wodurch Strategien in Echtzeit umgesetzt und angepasst werden können. Eine grosse Stärke der Brokerage-Integration von Swissquote ist der umfassende Marktzugang. Das Anlageuniversum umfasst Aktien, Obligationen, Fonds, ETFs, Derivate, strukturierte Produkte und digitale Vermögenswerte.
Die Zukunft moderner Anlagelösungen
Der Erfolg von AMCs beruht auf der Verbindung institutioneller Sicherheit mit der Geschwindigkeit und Flexibilität, die die heutigen Finanzmärkte verlangen. Mit den ausserbilanziellen Lösungen von Swissquote können Asset Manager aktiv gehandelte Multi-Asset-Strategien in einem robusten regulatorischen Rahmen lancieren. AMCs werden so zunehmend zu einem zentralen Anlageinstrument.
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