Partners Group will mehr Flexibilität bei Evergreen-Fonds schaffen

Ein Teilportfolio soll auf den langfristigen Vermögensaufbau ausgerichtet sein und Erträge weiter reinvestieren, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Das zweite soll Anlegern ermöglichen, Wertzuwächse durch Veräusserungen von Beteiligungen schrittweise zu realisieren. Beide Portfolios sollen vom selben Investmentteam verwaltet werden.

Die Global Value SICAV verfügt laut Partners Group über ein verwaltetes Vermögen von zuletzt 6,6 Milliarden Euro und kann auf eine 19-jährige Historie zurückblicken. Seit Auflegung habe die Strategie das 4,5-Fache des eingesetzten Kapitals erwirtschaftet.

Für bestehende Anleger soll die geplante Struktur mehrere Optionen eröffnen: Sie können ihre bisherige Beteiligung an der Strategie beibehalten, Anteile vom ausschüttenden in das auf langfristige Wertsteigerung ausgerichtete Portfolio übertragen oder Anteile an einem oder beiden Teilportfolios zurückgeben. Neue Investoren sollen in das auf langfristiges Wachstum ausgerichtete Portfolio einsteigen können.

Partners Group begründet die Neuausrichtung mit veränderten Anforderungen von institutionellen Anlegern und privaten Vermögensinvestoren. Diese suchten zunehmend nach Möglichkeiten, ihre Kapitalallokation in privaten Märkten dynamischer an Liquiditätsbedarf und Anlageziele anzupassen.

Portfolio-Konstruktion und -Verwaltung vereinfachen

Der Schweizer Vermögensverwalter will sich auch künftig substanziell an der Global Value SICAV beteiligen und zusätzlich eigenes Kapital in das langfristig ausgerichtete Portfolio investieren. Die geplante Umwandlung muss noch von den Anteilseignern genehmigt werden.

«Wir vereinfachen die Portfolio-Konstruktion und -Verwaltung und ermöglichen es Investoren, ihr Kapital an ihren Liquiditätsbedarf und ihre Renditeziele anzupassen», sagte Roberto Cagnati, Partner und designierter Co-CEO von Partners Group.

Anfang Sommer hatte es bei mehreren Evergreen-Fonds des Unternehmens erhöhte Rückgabeforderungen gegeben. Daraufhin wurde beim «Global Value SICAV Fund» Rücknahmen auf 5 Prozent des Nettoinventarwerts beschränkt. Die Aktien von Partners Group hatten darauf mit starken Abgaben reagiert.