Fondsmarkt: Am meisten Neugeld fliesst in Obligationen
Der Fondsmarkt ist auf Wachstumskurs.
Er hat Ende September 2026 ein Gesamtvolumen 1’927 Milliarden Franken und damit einen neuen Höchststand erreicht. Das Wachstum von 10,8 Prozent oder 187 Milliarden Franken sei hauptsächlich durch die positive Entwicklung der Finanzmärkte und Währungseffekte getragen (zusammen 155 Milliarden), hält die Asset Management Association Switzerland (AMAS) in ihrer Mitteilung vom Montag fest.
Immerhin hat sie auch Neugeld im Umfang von 32,7 Milliarden Franken identifiziert. Dieses ist vor allem in Obligationenfonds geflossen. Auf dem zweiten Platz liegen Aktienfonds mit 9,7 Milliarden, gefolgt von Geldmarkt- und Rohstofffonds mit je 3,3 Milliarden. Vom Neugeld flossen rund zwei Drittel in Fonds im Kleid von Exchange Traded Funds (ETF).
Während das Volumen der Obligationenfonds unter dem Zinsanstieg (vor allem ausländischer Währungen) litt, profitierten die Aktienfonds von der positiven Börsenentwicklung. Gemäss AMAS entfallen heute 52,4 Prozent aller Fonds auf diese Kategorie.
Laufende Erträge sind wichtiger als Kursgewinne
Der Umstand, dass die Investoren in Obligationenfonds investieren, obwohl diese an Wert eingebüsst haben, interpretiert AMAS-CEO Adrian Schatzmann wie folgt: «Das deutet darauf hin, dass viele Anleger und Anlegerinnen laufende Erträge und Stabilität höher gewichten als kurzfristige Kursgewinne.»
An der hohen Konzentration der Anbieter hat sich wenig geändert. «Die zehn grössten Anbieter vereinen rund 75 Prozent des gesamten Fondsvolumens auf sich.» An der Spitze liegt weiterhin die Grossbank UBS (36,9 Prozent), gefolgt von Swisscanto (10,6), Blackrock (10,4) und Pictet (5,9). Swiss Life (2,5) hat Vontobel (2,2) überholt.















