Die Hauptpost in Basel erlebt eine bemerkenswerte Transformation: Bis Sommer 2025 soll sie ein Symbol der modernen Arbeitswelt werden.


Flaniert man in Basel durch die Freie Strasse, ist die Geschichtsträchtigkeit der «libera strata», wie die Strasse 1241 erstmals genannt wurde, kaum zu übersehen. Alte, verschnörkelte Fassaden schmiegen sich an minimalistisch konzipierte Schaufenster von Designerboutiquen, und aus einem traditionellen Juweliergeschäft blickt man in das rege Treiben eines Apple-Stores.

Das Gebäude der Hauptpost wacht wie ein Leuchtturm über diese bedeutende Strasse und ist nun selbst zum Protagonisten geworden. Grund dafür ist der Trend, dass Unternehmen vermehrt in die Innenstädte ziehen – auch in der Stadt am Rheinknie. Und so wird aktuell im Herzen von Basel eine Brücke zwischen Tradition und Moderne geschlagen.

Integration von Historie und Innovation

Herzog de Meuron 
Copyright: Verschwundenes Basel, historische Postkarte, 1910.

Die im Besitz der Axa Anlagestiftung befindliche Hauptpost wird seit August 2023 umfassend saniert. Dafür arbeitet die Axa mit dem Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron zusammen. Die Architektinnen und Architekten haben dabei eine anspruchsvolle Aufgabe: eine Synthese aus Geschichte und Moderne.

So wird bei der gegenwärtigen Umgestaltung das Bestandsgebäude nicht nur erhalten, sondern auch zu einem lebendigen Zentrum für zeitgemässe und innovative Nutzungen gemacht. Zudem soll das fünfgeschossige Haus Denkmalschutz und Nachhaltigkeit zusammenbringen.

Viel Tageslicht und Grosszügigkeit

Die dunkle, altehrwürdige Fassade mit ihren Erkern und schmalen Fenstern wird sorgfältig bewahrt, doch gelangt man in Zukunft in das Innere des Gebäudes, bietet ein überdachter Patio viel Tageslicht und Grosszügigkeit.

Der lichtdurchflutete Innenhof bildet den Kern des Gebäudes, das auf rund 7'900 Quadratmeter Fläche viel Platz für Büros, Gastronomie und Ladenflächen bietet. Die Räumlichkeiten sollen die modernen, kommunikativen und hochwertigen Arbeitsweisen widerspiegeln, die sich in der Hauptpost einfinden und entwickeln.

Bewegt man sich weiter in die Höhe, gelangt man in das spektakuläre Attikageschoss und das «Rooftop», das durch eine Terrasse besticht, die eine Aussicht über die Altstadt ermöglicht.

Modern, dynamisch und nachhaltig

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Hauptpost Basel (Copyright: Herzog & de Meuron)

Die zentrale Lage macht die Hauptpost zu einem Knotenpunkt des städtischen Lebens in Basel und soll in Zukunft als Symbol für ein modernes, dynamisches und nachhaltiges Arbeitsmodell stehen. Durch die Transformation des Gebäudes werden künftig Arbeit, Einkauf und Freizeit unter einem Dach vereint.

«Anstatt konventionelle Büros zu vermieten, bietet die Hauptpost künftig multifunktional nutzbare Flächen mit einer besonderen Atmosphäre an. Diese bilden einen angemessenen Rahmen für eine moderne Arbeits- und Firmenkultur, bei welcher der Mensch im Zentrum steht, getreu dem Motto: Arbeiten, Shoppen und Erfolge feiern», erklärt Marco Streuli, Bauprojektleiter bei Axa Investment Managers.

Nachhaltigkeit kommt nicht zu kurz

Der Standort der Hauptpost trägt dazu bei, dass auch die Nachhaltigkeit nicht zu kurz kommt. So unterstützen die kurzen Wege an zentralster Innenstadtlage die nachhaltige Mobilitätspolitik der Stadt, für die sich die Baslerinnen und Basler deutlich ausgesprochen haben.

Einkaufen, Unterhaltung, Wohnen und Arbeiten befinden sich in Gehdistanz. Der öffentliche Verkehr erschliesst den Standort optimal mit dem Badischen Bahnhof und dem Bahnhof SBB. So erreichen auswärtige Mitarbeitende ohne Parkplatz-Stress ihren künftigen Arbeitsweg und schonen damit das Klima.

Die Hauptpost war schon immer ein Wahrzeichen der Stadt. Nun wird sie auch zu einem wegweisenden Beispiel für modernes und nachhaltiges Arbeiten.