Die indische Presse feiert einen Erfolg gegen Steuerhinterzieher. Im Fall, bei dem die Schweiz Amtshilfe leistet, geht es eigentlich aber um Geldwäscherei.

Als ersten Erfolg einer indischen Behörde, die Zugang zu einem Schweizer Bankkonto im Zusammenhang mit dem Kampf gegen Schwarzgelder erlangt, beschreibt die Zeitung «The Economic Times» den Fall. Dabei seien rund 60 Millionen indische Rupien des indischen Geschäftsmannes Sayed Mohammed Masood eingefroren worden.

Seit Monaten kämpft Indien aktiv gegen Steuerhinterzieher, die ihre unversteuertes Vermögen im Ausland horten. Davon werden besonders viele in der Schweiz vermutet. Entsprechend aggressiv wurde versucht, Zugang zu Informationen von indischen Bürgern mit Schweizer Bankkonten zu erlangen. In dieses Schema passt aber der aktuelle Fall nicht.

Betrug durch Schneeballsystem

Die von der Schweiz eingefrorenen Gelder stammen aus einem illegalen Schneeballsystem, in welchem der Geschäftsmann seinen Investoren à la Madoff hohen Renditen versprochen hatte.

«Zwei Schweizer Konten von Masood und seinen Unternehmen, die zusammen 1,25 Millionen Dollar umfassen, wurden unter dem Geldwäschereigesetz sichergestellt», sagt ein Fahnder gegenüber der «Economic Times».

Dass sich die Schweiz in diesem Fall sehr kooperativ gezeigt hat, ist aufgrund der Umstände nicht sonderlich erstaunlich. Bei Geldwäscherei-Delikten ist die Schweiz in der Vergangenheit stets proaktiv gewesen und hat schnell mit ausländischen Behörden zusammengearbeitet. So auch in diesem Fall. Ein Erfolg gegen Steuerhinterzieher ist dies sicherlich nicht.

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