Sind Aktien von Weinkonzernen ein lukratives Investment? Sie haben seit der Coronakrise wie andere Titel zum Teil markant an Wert verloren. Lohnt sich deswegen nun ein Einstieg? Weinredaktor präsentiert auf finews.ch fünf Aktien aus fünf Ländern.

Der Luxusmarkt steht vor einer ungewissen Zukunft. Werden sich die Konsumenten nach der Krise wieder etwas gönnen? Werden sie sich Wein leisten?

Edle Tropfen braucht es nicht für die tägliche Ernährung. Sie bieten jedoch bei sorgfältiger Auswahl überaus Genuss. Wein kann jedoch nicht nur getrunken, sondern auch als Investment gesehen werden. Neben dem (teuren) Kauf von Preziosen der Blue-Chips-Güter wie Château Lafite-Rothschild oder Cheval-Blanc aus dem Bordeaux kann man auch Weinaktien erwerben.

Diesbezüglich ist die Auswahl allerdings nicht besonders gross. Fünf Firmen mit einem mehr oder weniger grossen Anteil an Wein seien hier vorgestellt. Für alle Titel gilt: Vorsicht ist angebracht. Zudem sollten Anlagen in Wein nicht mehr als 10 Prozent des gesamten Portefeuilles ausmachen.

1. Constellation Brands (USA)

Constellation Brands ist der grösste Weinproduzent der Welt. Zum Imperium gehört Robert Mondavi als wohl wichtigste Marke. Das Gut leitete in Kalifornien den Umschwung zum Qualitätsweinbau ein. Wein macht beim US-Getränkekonzern gut 30 Prozent des Gesamtumsatzes von mehr als 8 Milliarden Dollar (2019) aus; 97 Prozent der Verkäufe entfallen auf den Heimmarkt.

Bier ist das wichtigste Segment, zu dem unter anderen das Label Corona (!) gehört. Die Aktie fiel seit Ende Februar um mehr als 20 Prozent auf gut 155 Dollar. Am 23. März tauchte der Kurs wegen der Corona-Krise gar auf 105 Dollar. Wer ans Massengeschäft glaubt, kann allenfalls mit dieser Aktie etwas gewinnen.

2. Treasury Wine Estates (Australien)

Der australische Getränkekonzern ist im Traubenanbau und in der -beschaffung tätig. Das umfangreiche Weinportfolio umfasst sowohl Massen- als auch Luxusmarken. Penfolds mit dem Kultwein Grange ist das bekannteste Label.

Treasury Wine Estates gehört auch Beringer in den USA. Vom Gesamtumsatz von 2,8 Milliarden Australischen Dollar entfallen lediglich 12 Prozent auf Europa. Die Aktie liegt derzeit mit knapp 10 Australische Dollar rund 40 Prozent unter dem diesjährigen Höchstkurs. Das könnte eine Einstiegsmöglichkeit für einen mittel- bis langfristig orientierten Anleger sein. Dagegen sprechen unsichere Aussichten und nach unten korrigierte Umsatz- und Gewinnerwartungen.