Lamborghini Fenomeno: Ohne Dach kostet er 6 Millionen Euro
Bei der Präsentation am Firmensitz in Sant’Agata Bolognese bestaunten die Journalisten «nur» ein Modell der offenen Version des Hybrid-Supersportwagens Fenomeno. Die Produktion beginnt im Dezember 2027, die ersten Kundenfahrzeuge sollen ab April 2028 ausgeliefert werden. Auf ein Dach wird verzichtet, weder Stoffverdeck noch Klappdach sind vorgesehen. Der Fenomeno Roadster ist somit das Schönwetterauto schlechthin. Trotzdem ist der Hype enorm und verständlich.
Halbe Serie, doppelter Preis
Im August 2025 enthüllte Lamborghini mit dem Fenomeno das erste Kleinserienmodell auf Basis des Revuelto. Trotz eines Basispreises von 3 Millionen Euro netto waren alle 29 Exemplare lange vor dem Debüt ausverkauft. Die meisten Kunden hatten die Verträge unterschrieben, ohne das Auto je gesehen zu haben. Nun verdoppeln die Italiener den Preis auf knapp 6 Millionen Euro, aber nur noch 15 Stück sollen gefertigt werden. Der Grund für den deutlichen höheren Preis liegt laut Lamborghini unter anderem auch daran, dass man für den Roadster ein eigenes Chassis entwickelt habe.
Mit dem Fenomeno Roadster setzt Lamborghini seine Reihe streng limitierter Few-Off-Modelle fort, zu denen bereits die Modelle Veneno, Centario und Sian gehören. Interessantes Detail: Im sonst wichtigen US-Markt wird das Auto deshalb gar nicht homologiert – der Aufwand wäre für nur 15 Fahrzeuge zu gross geworden.
Stärkstes Strassenmodell der Firmengeschichte
Unter der spektakulären Carbon-Karosserie arbeitet der bekannte 6,5-Liter-V12 Benzin-Motor zusammen mit drei Elektromotoren. Die Systemleistung: 1080 PS. Damit ist der Fenomeno Roadster laut Lamborghini das stärkste Strassenmodell der Firmengeschichte.
Den Sprint auf 100 km/h absolviert der Roadster in 2,4 Sekunden, Tempo 200 fällt nach 6,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 340 km/h. Das sind 10 km/h weniger als bei der Coupéversion.
«Das Auto muss teuer aussehen»
Optisch bleibt Lamborghini seiner Linie treu: Der Fenomeno Roadster wirkt extrem breit, ultraflach und maximal aggressiv. Chefdesigner Mitja Borkert formuliert das Ziel deutlich: «Das Auto muss teuer aussehen.» Und genau das tut der offene Millionen-Lambo auch. Ob die 15 Besitzer ihre Autos später wirklich fahren oder nur sammeln, bleibt allerdings offen.
Laut «Autobild«kann sich das Sammeln durchaus lohnen. Bestes Beispiel sei der Veneno, von dem nur drei Coupés und neun Roadster gebaut wurden. Aktuell wird eines der drei Coupés für umgerechnet 14,5 Millionen Euro zum Kauf angeboten. Dies 14 Jahre nach der Lancierung durch den früheren Traktorenhersteller Lamborghini.














