David Hauptmann: «Mit der Währung ‹Beton› kenne ich mich am besten aus»
In der Rubrik Backstage geben interessante Persönlichkeiten aus der Finanzwirtschaft und darüber hinaus jeden Mittwoch Einblicke in ihre ganz persönlichen Vorlieben.
Was tun Sie morgens als Erstes?
Ich stehe früh auf, schaue über die Stadt Zürich oder auf den Piz Beverin, je nachdem, wo ich gerade bin, und trinke eine Schale Matcha-Tee. Dabei gehe ich meistens schon meinen Terminkalender, Text-Nachrichten und E-Mails durch. Danach darf eine kalte Dusche nicht fehlen ...
Was ist das Beste an Ihrem Beruf?
Wir bringen Menschen «from all walks of life» mit den passenden Liegenschaften zusammen – im Idealfall entstehen langjährige, glückliche Liebenschaften ...
Ein Moment, der Ihr Leben veränderte?
Unser Umzug in die Schweiz im Jahre 1983 – was für ein Glück.
Welche Autos besitzen Sie? Welches ist Ihr liebstes?
Meinen zwölften Range Rover, einen mittelalten Jaguar - die letzte schöne Form, unsere Firmenwagen Fiat 500 - eigentlich meine Lieblingswagen.
Welchen Rat würden Sie Ihrem 20-jährigen Selbst geben?
Höre nicht mit dem Geigenspiel und Tennis auf.
Worauf sind Sie besonders stolz?
Auf über 400 vermittelte Liegenschaften im Gesamtwert von über 1.6 Milliarden Franken, darunter die erfolgreiche Vermittlung des Hotels Florhof in Zürich – wir konnten mit der Transaktion sicherstellen, dass die Liegenschaft weiterhin als Hotel genutzt wird. Oder das Schloss Marschlins an die Familie von Liechtenstein – das Schlossanwesen blieb so in Privatsitz.
Was tun Sie, wenn Sie Zweifel haben?
Ich unternehme dann gerne einen ausgedehnten Ausritt in die Natur - danach fallen die Entscheidungen leichter. Geht das im Moment nicht, bespreche ich mich mit Daniela Doychinova, meiner Geschäftspartnerin.
Was ist Ihr Lieblingswein?
Die ausdrucksstarken Weine, meist Pinot Noir aus der Nähe meiner Graubündener Wahlheimat - Giani Boner aus Malans, Annatina Pelizzatti aus Jenins oder Gantenbein aus Fläsch. Manchmal auch Weine aus der Bolgheri-Region Italiens, wie Sassicaia oder Ornellaia - auch gerne deren Zweit- und Drittweine.
An welchen Projekten arbeiten Sie momentan?
Ich arbeite unermüdlich weiter daran, neben moderner Architektur auch denkmalpflegerisch anspruchsvolle Liegenschaften zu vermitteln.
Was bewundern Sie an anderen Menschen?
Geist gepaart mit Witz und Charme.
Was wäre die grösste Überraschung für jemanden, der Ihren Job einen Tag lang übernehmen müsste?
Die grosse Bandbreite an Herausforderungen sowie das hohe Volumen an Arbeit, das wir jeden Tag bewältigen müssen, werden oft unterschätzt. Unser Beruf besteht keineswegs nur darin, kurz ein schickes Haus zu zeigen, ein Cüpli zu trinken - und schon ist der Deal geritzt.
Welches ist Ihr persönlicher Antrieb?
Dass ich mich jeden Tag wieder über Momente des Glücks, der Schönheit und des Genusses freuen kann.
Wovor fürchten Sie sich?
«Dass mir der Himmel auf den Kopf fällt» (Majestix, Häuptling von Asterix)
Im Ernst: Neben einem Asteroideneinschlag fürchte ich Krankheit und Krieg, also alles, was mich daran hindern würde, meinem derzeitigen Leben und meiner Arbeit nachzugehen.
Ihre Lieblingsuhrenmarke?
Ich habe so viele Uhren, auch alte Erbstücke, da kann ich mich auf keinen Fall auf eine beschränken.
Gibt es einen unerfüllten Traum, den Sie noch verwirklichen möchten?
Ja, gibt es – verrate ich aber nicht...
Ihr bestes Investment?
Mein eigenes Immobilienportfolio – ich lege zwar auch Geld an, aber mit der Währung «Beton» kenne ich mich am besten aus.
Aus Liebe zu Liegenschaften, er nennt sie Liebenschaften, gründete David Hauptmann im Jahr 2012 die Nobilis Estate AG. Seit fünf Jahren leitet er das Unternehmen gemeinsam mit Daniela Doychinova. Nobilis hat sich als kompetenter und zuverlässiger Partner in allen Belangen rund um hochwertige Immobilien etabliert und ist nicht nur national, sondern auch international hervorragend vernetzt.













