Michael Artner: «Wir stellen uns bei allem die Frage: Ist es gut für den Gast?»
In der Rubrik Backstage geben interessante Persönlichkeiten aus der Finanzwirtschaft und darüber hinaus jeden Mittwoch Einblicke in ihre ganz persönlichen Vorlieben.
Was tun Sie morgens als Erstes?
Sobald ich im Hotel bin, mache ich einen Rundgang durchs Haus. Ich verschaffe mir einen Überblick, prüfe Details und nehme die Stimmung auf – das ist für mich der beste Start in den Tag.
Was ist das Beste an Ihrem Beruf?
Gastgeber zu sein, aus voller Überzeugung. Echte Gastfreundschaft zu leben, erfüllt mich jeden Tag aufs Neue. Besonders schätze ich den Austausch mit Menschen – und dass man dabei ständig dazulernt und gemeinsam mit dem Team einigartige Erlebnisse schaffen kann.
Ein Moment, der Ihr Leben veränderte?
Die Geburt meiner beiden Kinder. Die schönste Lebensveränderung, die man sich vorstellen kann.
Welche Autos besitzen Sie? Welches ist Ihr Liebstes?
Ich fahre einen C63 AMG von unserem Kooperationspartner Mercedes. Die Marke steht für Qualität, Leistung und Stil – Werte, mit denen ich mich gut identifizieren kann.
Worauf sind Sie besonders stolz?
Das ich da stehe, wo ich heute bin – und vor allem auf mein Team, mit dem ich diesen Weg gegangen bin. Wir verstehen uns alle als Gastgeber, und nur gemeinsam gelingt es, unsere Gäste zu begeistern. Hinter jedem Erlebnis steht ein starker Mitarbeiter – in unserem Fall rund 400 Gastgeber, die täglich ihr Bestes geben.
Was tun Sie, wenn Sie Zweifel haben?
Ich zweifle nicht – zumindest versuche ich es nicht. (lacht)
Was ist Ihr Lieblingswein?
Ich bin ein grosser Bordeaux-Fan. Aber auch die Regionen um Barolo und Montalcino machen mir sehr viel Spass.
An welchen Projekten arbeiten Sie momentan?
Am Saisonstart. Mit dem Beginn der Golfsaison erwacht unser Resort zu einem unvergleichbaren Refugium in der Natur. Der Wechsel von Winter auf Sommer ist kein Jahr gleich und erfordert ein hohes Mass Aufmerksamkeit - und das nicht nur auf den Golfplätzen.
Was bewundern Sie an anderen Menschen?
Aussergewöhnliche Talente. Besonders musikalische Begabung fasziniert mich – wenn jemand etwas mit echter Meisterschaft beherrscht.
Was wäre die grösste Überraschung für jemanden, der Ihren Job einen Tag lang übernehmen müsste?
Die Intensität unserer Gästebegeisterung und wieviel Gedanken sich unsere Gastgeber machen, um jeden Gast auf eine individuelle Art zu begeistern. Bei allem, was wir tun, stellen wir uns zuerst die Frage: Ist es gut für den Gast?
Welches ist Ihr persönlicher Antrieb?
Aus Überzeugung Hotelier zu sein – mit Herz, Leidenschaft und Haltung.
Wovor fürchten Sie sich?
Ich fürchte mich nicht. Ich habe vor vielen Dingen Respekt. Furcht lähmt, Respekt bereitet vor.
Ihre Lieblingsuhrenmarke?
Ich habe eine grosse Vorliebe für Schweizer Uhrenmarken.
Gibt es einen unerfüllten Traum, den Sie noch verwirklichen möchten?
Eine Rundreise durch Kanada mit meiner Familie. Das habe ich schon länger auf meiner Bucket-List.
Michael Artner ist Direktor des Luxushotels Öschberghof in Donaueschingen. Unter seiner Führung entwickelte sich das Resort zu einer führenden Destination im deutschsprachigen Raum. Der gebürtige Regensburger steht für moderne, authentische Gastfreundschaft mit starkem Teamfokus. Gemeinsam mit rund 400 Mitarbeitenden prägt er die Weiterentwicklung des Resorts – von Hotellerie und Gastronomie bis zum Golfangebot. Artner ist Vater von zwei Kindern.













