BIL schlägt in der Schweiz neues Kapitel auf
Rund um den Iran-Krieg ist derzeit viel von Bombardements aber auch Chancen für die Finanzplätze Schweiz und Singapur die Rede. «Wir sollten nicht vergessen, welche Auswirkungen dieser Konflikt auf die Menschen vor Ort und global hat», betont Tobias Kamber.
Gleichzeitig beobachtet der General Counsel und COO von BIL Suisse eine klare Zunahme geopolitischer Risiken sowie neuen Inflationsdruck: «Diese Risiken nehmen klar zu.»
Für Investoren bedeutet das vor allem eines: steigende Nervosität. Insbesondere die Entwicklungen bei Energiepreisen und kritischen Rohstoffen sorgen für Verunsicherung. Kambers Empfehlung ist entsprechend klassisch, aber entscheidend: «Es ist wichtig, den Fokus auf einen langfristigen Anlagehorizont zu behalten, zu diversifizieren und Risiken sorgfältig zu managen.»
Mehr Nachfrage aus dem Middle East
Die Unsicherheit führt gleichzeitig zu neuen Kapitalströmen. «Der Dialog hat zugenommen», bestätigt Kamber mit Blick auf Kunden aus dem Middle East. Neben bestehenden Mandaten nehme auch die Nachfrage neuer Kunden zu, die ihr Vermögen geografisch breiter aufstellen wollen. «Die Schweiz und ihre geopolitische Stabilität ist sicher immer eine gute Adresse.»
Für den Finanzplatz Schweiz sieht Kamber daher strukturelle Chancen: «Ich denke, dass der Finanzplatz Schweiz gestärkt aus dieser Situation hervorgehen wird.» Entscheidend seien Stabilität, Innovationskraft und ein starker Talentpool. «Die Schweiz hat das Potenzial, sich wieder stärker als valable Alternative zu anderen internationalen Finanzzentren zu positionieren.»
Technologie als Skalierungshebel
Parallel treibt BILSuisse den Ausbau seiner Plattform voran. Ein zentraler Baustein ist die Verlängerung der Partnerschaft mit Avaloq. «Wir erhoffen uns, dass wir effizient aufgestellt sind und die interne Komplexität reduzieren können», erklärt Kamber. Gleichzeitig profitiere man vom technologischen Know-how und der Innovationskraft des Anbieters – insbesondere im Bereich künstliche Intelligenz.
Ambitionierte Ziele bis 2030
BIL Swiss hat sich ehrgeizige Wachstumsziele gesetzt. Bis 2030 will die Finanzboutique zu den führenden Anbietern in der Schweiz gehören. Der Schlüssel liegt laut Kamber klar im Kundenzugang: «Der Kundenfokus ist unsere DNA.» Besonders bei komplexen Fragestellungen sieht sich das Unternehmen im Vorteil: «Je komplexer, desto besser – dort können wir den Unterschied machen.»
Ein wichtiger Hebel ist dabei der Ausbau des Standorts Genf. «Wir sehen grosses Potenzial in Genf und der Romandie sowie in der Verbindung zum Middle East», so Kamber. Entsprechend wird auch personell aufgestockt.
Unkonventionelle Führungsstruktur
Ein besonderes Merkmal von BIL Suisse ist Kambers Doppelrolle als COO und General Counsel – eine Kombination, die im Markt selten ist. Dahinter steckt System.
Mehr dazu im Podcast von finews.
finews-TV auf Youtube
finews.ch bietet im eigenen Youtube Web-TV-Kanal regelmässig Beiträge und Interviews mit Persönlichkeiten aus der Schweizer Finanzbranche.
Abonnieren Sie jetzt finews-TV, damit Sie automatisch über neue Beiträge informiert werden.
















