Grosse Vermögensverwalter: Zwei Genfer Häuser stossen zur Allianz

Die Alliance of Swiss Wealth Managers (ASWM) nimmt Targa 5 Advisors und GSK & Partners per 1. November als Mitglieder auf. Dies gab die Vereinigung am Mittwoch bekannt.

Mit den beiden Neuzugängen zählt die Allianz 42 Mitglieder. Zusammen verwalten sie mehr als 155 Milliarden Franken und beschäftigen über 1'710 Mitarbeiter.

Ein Klub mit Eintrittshürde

Die Mitgliedschaft ist an klare Bedingungen geknüpft. Aufgenommen wird nur, wer mindestens 1 Milliarde Franken verwaltet, den Grossteil seines Geschäfts in der Schweiz betreibt und nicht mehrheitlich einer Bank gehört. Damit vereint die ASWM viele der grössten unabhängigen Vermögensverwalter des Landes

In den vergangenen Jahren ist die Allianz deutlich gewachsen. Als Nicole Curti 2022 zur Präsidentin gewählt wurde, repräsentierte die Vereinigung noch 103 Milliarden Franken an Kundenvermögen und 1120 Beschäftigte (finews berichtete). Curti ist Partnerin beim Genfer Vermögensverwalter Capital Y.

Lateinamerika als Wachstumsmotor

Targa 5 Advisors wird von Gründer und CEO Eli Mizrahi geführt. Das von der Finma bewilligte Haus verwaltet rund 1,3 Milliarden Franken und hat sich auf Kundschaft aus Lateinamerika spezialisiert. Innert zwei Jahren will Mizrahi die Vermögen auf 3 Milliarden Franken steigern.

Dafür baut Targa 5 laufend Personal auf. In diesem Jahr holte das Unternehmen Louis-Philippe Martel als Länderchef für Mexiko sowie Fernando Reis, zuvor bei der Banque Audi (Suisse), als Senior Relationship Manager. Zudem berief es zwei unabhängige Mitglieder in den Verwaltungsrat.

Vom Golf an die Rue du Rhône

GSK & Partners wurde 2021 von Steve Klemme und George Sarkis gegründet. Beide betreuten zuvor im Private Banking Kundschaft aus dem Nahen Osten, Klemme bei Barclays, Sarkis bei JPMorgan. Das Multi-Family-Office hat seinen Sitz an der Genfer Rue du Rhône.

Im August 2024 fusionierte GSK mit dem Genfer Vermögensverwalter Swiss Financial House, wobei der Name GSK erhalten blieb. Klemme führt das Unternehmen als CEO, Sarkis als Managing Partner.

Drei Sprachregionen, ein Klub

Die beiden Neumitglieder stärken das Gewicht der Romandie innerhalb der Allianz. 17 Mitglieder sind nun in der Westschweiz ansässig, 21 in der Deutschschweiz und vier im Tessin.

«Indem wir führende Häuser aus allen drei Sprachregionen zusammenbringen, schaffen wir eine immer stärkere Plattform für den Austausch von Know-how», sagte Curti. Über den Austausch unter Berufskollegen hinaus sucht die Allianz den Dialog mit Regulatoren und Banken. An ihrer Gala im März bewerteten die Mitglieder ihre Depotbanken – zu den Gewinnern zählten Pictet, UBS und Julius Bär (finews berichtete).