UBS-Geschäftshandy für Bordell-Anrufe genutzt

Der Ex-UBS-Banker soll in Singapur bezahlten Sex mit einer 17-Jährigen gehabt haben. Nach der Anklage hatte er nun die Möglichkeit, sich zu rechtfertigen.

Nachdem das Gericht «alle Punkte der Klage abgedeckt hatte», wie der zuständige Richter Eddy Tham laut der Nachrichtenagentur «Bloomberg» sagte, durfte nun die Verteidigung ihre Argumente vorbringen, wieso der 41-jährige Banker Jürg Bürgin nicht gewusst haben soll, dass es sich bei der Prostituierten um eine Minderjährige handelte.

Der Angeklagte, ehemals Executive Director bei der UBS, plädiert in dem Verfahren auf nicht schuldig.

Für den Kontakt mit dem Zuhälter benutzte der Banker offenbar ein Geschäftstelefon der Schweizer Grossbank. Er arbeitete bis Februar 2012 für die UBS. Zudem verwendete er für die Korrespondenz mit dem Zuhälter das Pseudonym Robert James – angeblich, um seine Reputation zu schützen, wie finews.ch bereits berichtete. Er wollte nicht, dass der Escort-Dienst seinen richtigen Namen wisse, sagte der Angeklagte laut «Bloomberg» vor Gericht.

Nicht explizit Minderjährige gesucht

Die Verteidigung des Ex-Direktors, der sich nun als unabhängigen Geschäftsmann bezeichnet, spricht von einer Verschwörung gegen den Angeklagten. Der Zuhälter habe in einem Inserat angegeben, dass die damals 17-Jährige Prostituierte bereits volljährig sei. Zudem habe der Banker nicht explizit den Kontakt zu Minderjährigen gesucht.

Im Gegenteil. Über den Escort-Dienst hatte er schon zehn weitere Damen im Alter zwischen 20 und 43 Jahren gebucht. Mit diesen Argumenten will der Ex-UBS-Mann, der zusammen mit 51 anderen Männern wegen sexuellen Kontakten zu der damals Minderjährigen angeklagt ist, seine Unschuld beweisen.

Dem Angeklagten droht eine Gefängnisstrafe von bis zu sieben Jahren.

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NEWS GANZ KURZ

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

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