Wer das Handy unterschätzt, verliert

Diese Botschaft an die Banken stammt von Brett King. Als Gründer der ersten Mobile-Bank der Welt muss er das sagen. Aber er weiss auch, wovon er spricht.

Das Banking der nahen Zukunft wird das Phone-Banking sein. Es ist keine besonders provokative Ansage, die Brett King jüngst am F-I-Ts-Managementforum in München gemacht hat. Und sie ist auch nicht wirklich frisch. Neue mobile Finanzdienstleistungen und -leister schiessen wie Pilze aus dem Boden. Der Mobile-Banking-Anbieter Moven ist nur eine davon.

Dass Moven-Gründer King also das Smartphone – oder vielmehr mobile Datenträger überhaupt – als  Schlüssel für den zukünftigen Erfolg von Banken bezeichnet, darf nicht erstaunen. Seine Präsentation, die er in München hielt, ist aber erstens an sich sehenswert.

Und zweitens sollten Skeptiker sich den Artikel nochmals vornehmen, den Bloomberg vor rund sechs Jahren bei der Lancierung des iPhones geschrieben hatte. Grundtenor: Das iPhone sei höchstens für ein paar Apple-Fans interessant und werde die Industrie nicht nachhaltig verändern. «Lassen Sie sich nicht übertölpeln. Die grossen Wettbewerber wie Nokia und Motorola werden nicht ganz nervös in ihre Klapphandys flüstern, dass hier eine neue Bedrohung für Business komme.»

Nur ein halber Mensch

Es kam anders, und Hand aufs Herz: Ohne Smartphone und mobilen Zugang zum Internet ist man doch nur noch ein halber Mensch. Man kommuniziert mit Wort und Bild, man konsumiert und kauft, man spielt, man steuert und man bezahlt bereits mit dem Gerät.

Aber mit bezahlen meint King nicht das Einloggen auf ein Online-Banking-Portal und das oft mühsame Ausfüllen irgendwelcher Formulare. Oder die virtuelle Kreditkarte im «Mobile Wallet». Junge Bankkunden, und diese werden mit ihren Bedürfnissen den Markt bestimmen, wollen keine Formulare mehr ausfüllen und sie auch noch unterschreiben. Ihr Bankkonto ist als Download auf dem Smartphone erhältlich, wie King sagte.

Bezahlungsabwicklung werde dabei nur ein Teil von Dienstleistungen sein, die Banken ihren Kunden zu bieten hätten. Denn in Zukunft gehe es um den Kontext: Aus der Welt des Big Data werden Konsumenten genau jene Daten zur Verfügung gestellt, die Transaktionen auslösen können, beispielsweise personalisierte Kauf- oder Kreditangebote.

Bankengeschäft aus den Angeln heben

Ergänzt werden sie mit Kontostand und Budgetplanung. Auch Beratungen können problemlos über das Smartphone stattfinden, sei es über Video- oder Chat-Funktion. King ist überzeugt, dass das Smartphone das seit eh und je gleich funktionierende Bankengeschäft aus den Angeln heben wird. Filialen, Bankomaten und Kreditkarten würden überflüssig. Reine PR für seine Moven-App ist das nicht.

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