Warum ein CS-Banker jetzt lieber für eine Hilfsorganisation arbeitet

Die Finanzbranche lockt zwar mit hohen Löhnen und Prestige, doch sie verlangt auch ihren Preis. Manche sind nicht bereit, diesen zu bezahlen. Sie steigen aus, wie dieser Portfoliomanager der Credit Suisse.

Manuel_Brunner.jpgJeder kennt einen Banker, der raus aus dem Job will. Karriereschritte vom Banker zum Lehrer sind heute keine Seltenheit mehr. Andere wechseln komplett die Seite und suchen ihre Erfüllung in der Arbeit bei einer Hilfsorganisation.

So wie Manuel Brunner (Bild). Der Aargauer arbeitete über ein Jahrzehnt lang in Geldhäusern in der Schweiz und im Ausland. Zuletzt war er im Portfoliomanagement der Credit Suisse tätig, wie aus seinem XING-Profil hervorgeht.

Vom Abzocker zum Weltverbesserer

Nun hat er seine Bankkarriere an den Nagel gehängt zugunsten eines Jobs bei den Médecins Sans Frontières, wie er auf seinem Blog «Ein Streifzug» schreibt.

Es scheine, als müsse man sich als Banker speziell rechtfertigen, schreibt der knapp 30-Jährige dort. «Denn man wechselt ja die Seiten. Von Böse zu Gut, von den Rohstoffspekulanten und Abzockern zu den Gutmenschen und Weltverbesserern.»

Welchen Mehrwert bringt meine Arbeit?

Die öffentliche Wahrnehmung des Millionen-Bonus-Managers bringe zahlreiche Bankangestellte zum Grübeln und Hinterfragen. «Stehe ich hinter meiner Arbeit, meiner Unternehmung, den Werten? Bringt meine Arbeit einen Mehrwert – und wenn ja, welchen?». Er habe sich diese Fragen auch gestellt und die Antwort gefunden. Darum wartet er jetzt bei der Hilfsorganisation auf seinen ersten Feldeinsatz.

 

 

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
  • Erfindungen, die Leben retten
  • So sehen die Innovations-Labs der Banken aus
  • Die geschrumpften Banken auf einen Klick
mehr

SELECTION

Wo die grossen Vermögen lagern

Hier liegt das Geld

Ein virtueller Rundgang durch die Tresore der Schweizer Banken.

Selection

Selection

Das sind die grössten Family Offices

Ein Ranking zeigt, wem superreiche Familien ihr Geld anvertrauen.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

weitere News