Vontobel will noch zukaufen

Die Anlagelösungen von Vontobel im Aktienbereich der Emerging Markets hätten sich im volatilen dritten Quartal gut entwickelt und die Benchmarks erneut deutlich übertroffen, gab das Unternehmen am Mittwoch bekannt.

Die Netto-Neugeldzuflüsse im Asset Management stammten im dritten Quartal vor allem aus den Multi-Asset-Class und Fixed-Income-Boutiquen, wozu insbesondere die Segmente Corporate und Flexible Bonds beigetragen hätten, schreibt Vontobel weiter.

Schwieriges Umfeld

Dem Vernehmen nach erfreulich entwickelte sich auch die in diesem Jahr übernommene Londoner Boutique TwentyFour Asset Management, die im Juli ein Mandat über 250 Millionen Pfund von der UK Mortgages Limited gewinnen konnte und so die angestrebte jährliche Wachstumsrate von 20 Prozent übertreffen kann.

«Das schwierige Umfeld in den Emerging Markets ist und bleibt eine grosse Herausforderung», betonte allerdings Vontobel-CEO Zeno Staub.

Insgesamt beliefen sich die betreuten Kundenvermögen per Ende September 2015 auf 142 Milliarden Franken und somit auf dem Stand von Jahresmitte. Ende 2014 waren es 137 Milliarden Franken gewesen. 

Finter schon 2016 gewinnbringend

Der Neugeld-Zufluss betrug seit Jahresbeginn 7,3 Milliarden Franken. Im dritten Quartal konnten das Wealth Management und das Asset Management Netto- Neugelder von insgesamt 900 Millionen Franken anziehen, wie die Bank weiter mitteilte.

Nach dem Abschluss der übernahme der Tessiner Finter Bank schreitet die Integration des Instituts gemäss weiteren Angaben planmässig voran. Der Deal soll bereits 2016 gewinnbringend werden.

Zusätzliche Kundenberater engagiert

Fortschritte meldet Vontobel auch in der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie. Nachdem die im Schweizer Heimmarkt etablierte App für Tablets neu auch für Smartphones zur Verfügung stehe, werde diese nun in den Emerging Markets lanciert und soll sukzessive international ausgerollt werden.

Im dritten Quartal hat sich überdies die Anzahl Kundenberater durch Einstellungen um 5 Prozent auf 167 erhöht, wie die Bank weiter mitteilte. Der Ausbau der Kundenberaterbasis werde plangemäss weitergeführt, um das Wachstum voranzutreiben.

Weitere Zukäufe geplant

Mit Blick nach vorn bekräftigte Vontobel am Mittwoch, das organische Wachstum durch gezielte Initiativen weiter zu fördern, wobei gezielte Zukäufe im Private Banking oder Asset Management auch in Zukunft angestrebt würden.

Erwartungsgemäss entwickle sich das zweite Halbjahr auf Grund saisonaler Effekte schwächer als das erste Halbjahr, wie CEO Staub unterstrich. Zudem hätten sich die Unsicherheiten hinsichtlich des globalen Konjunkturausblicks erhöht und belasteten die variablen Erträge.

Solides Jahresergebnis erwartet

Trotzdem geht die Bank von einem soliden Jahresergebnis 2015 aus, das aus heutiger Sicht das Vorjahresresultat übertreffen werde, wie es in der Pressemitteilung abschliessend heisst.

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