Stefano Coduri: «Fusion mit EFG International macht uns stark»

Stefano Coduri, CEO BSI

Stefano Coduri, CEO BSI

Die von der EFG International übernommene Tessiner Privatbank BSI hat 2015 eine deutliche Gewinnsteigerung erzielt. Einen Rückgang musste sie hingegen bei den Kundenvermögen hinnehmen.

In einem Jahr mit vielen Herausforderungen steigerte die Tessiner Privatbank BSI ihren Reingewinn auf 112,5 Millionen Franken, wie das Finanzinstitut am Mittwoch mitteilte.

Im Vergangenen Jahr waren es bloss 2,2 Millionen Franken gewesen. Allerdings wurde das Vorjahresresultat durch Kosten im Zusammenhang mit dem US-Steuerstreit belastet. Die BSI musste 2015 eine Busse in der Höhe von 211 Millionen Dollar zahlen.

Abfluss bei den Kundengeldern

Einen Rückgang um 9,7 auf 84,3 Milliarden Franken musste das Institut indes bei den Kundenvermögen hinnehmen. Abgänge von institutionellen Investoren und die Auswirkungen des starken Frankens hätten nicht durch Zuflüsse neuer Kundengelder in einigen Märkten überkompensiert werden könnten, teilte das Institut weiter mit.

Die Bank vermeldet per Ende 2015 eine Kapitalquote von 22,8 Prozent gegenüber 17 Prozent im Vorjahr.

Fusion macht uns stärker

Stefano Coduri gibt sich zuversichtlich, was die Fusion mit EFG International betrifft. «Der Zusammenschluss macht uns zur fünftgrössten Privatbank der Schweiz und wird das Vertrauen in unsere Bank stärken», wird der BSI-Chef in der Mitteilung zitiert. 

Welche Rolle Coduri bei der BSI/EFG International künftig spielen wird, bleibt aber nach wie vor unklar. Fest stehen hingegen Joachim Strähle als CEO und Giorgio Pradelli als stellvertretenden CEO und Finanzchef des neuen Bankengespanns.

Die neue Management-Struktur wird nach dem Abschluss der Transaktion – voraussichtlich im vierten Quartal 2016 – bekanntgegeben, wie finews.ch im Februar berichtete.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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