Währungen werden nur 27 Jahre alt

(Bild: Shutterstock)

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Mit jedem Tag, an dem die Zentralbanken neues Geld drucken, rücken sie die Währungen näher an den Tod. Gilt das auch für den Franken?

Die amerikanische Notenbank flutete bis vor kurzem die Märkte mit Billig-Milliarden, derweil die EZB munter weiter druckt. Auch die Schweizerische Nationalbank versucht, den überbewerteten Franken zu schwächen.

Die Billiggeld-Politik bleibt nicht ohne Folgen. Denn bislang gelang es keiner Notenbank, das zusätzlich geschaffene Geld wieder abzuschöpfen – früher oder später schlug das Pendel in Form von Inflation zurück.

Lebenszeit von einem Monat

Entsprechend kurz ist die durchschnittliche Lebensdauer so genannter Fiat-Währungen – also Währungen, die keine Golddeckung aufweisen. Die Lebensdauer sehr langfristig betrachtet beträgt bloss 27 Jahre. Dies geht aus einem kürzlich publizierten Bericht auf dem «Washingtons’s Blog» hervor; dabei wurden insgesamt 3'400 Währungen untersucht.

Die älteste Währung der Welt, das britische Pfund, wurde 1694 eingeführt und existiert heute noch. Damals entsprach ein britisches Pfund zwölf Unzen Silber. Heute hingegen beträgt der Wert weniger als 1/200 oder 0,5 Prozent des ursprünglichen Wertes.

Mit anderen Worten: Schaut man sich die Währungsgeschichte an, so zeigt sich, dass die meisten Fiat-Währungen früher oder später kollabieren.

Relativ starker Franken

Der Franken hat über die Zeit ebenfalls an Wert verloren. Allerdings ist der Vergleich mit dem jeweiligen «Warenkorb» heikel, da sich das Warenangebot über die Jahre stark verändert hat.

Gegenüber anderen Währungen macht der Franken trotzdem eine gute Figur. Nahezu alle Hauptwährungen verloren gegenüber dem Franken zum Teil sogar deutlich an Wert. Deshalb ist der Franken als «Safe Haven» unter Investoren so beliebt.

Gold behält seinen Wert

Ein noch sicherer Hafen ist Gold, wie folgender Chart des US-Anlegerportals «SRSrocco Report» eindrücklich zeigt. Das Edelmetall existiert seit mehr als 2'600 Jahren und hat bislang seinen Wert nicht verloren.

FiatGeldGold 500

Die Erklärung dafür liegt auf der Hand: Gold – das einst mit Meteoriten auf die Erde prasselte – lässt sich nicht beliebig vermehren. Würde man alles Gold dieser Welt in einen Würfel giessen, hätte er eine Kantenlänge von rund 20 Meter.

Gold wieder gefragt

Der Wert des Goldes geht – anders als bei Fiat-Währungen – somit nie gegen null. Aktuell notiert die Feinunze bei rund 1'230 Dollar und damit 16 Prozent höher als noch zu Jahresbeginn.

Derzeit mehren sich auch die Prognosen, welche dem Gold weiteres Aufwärtspotenzial zutrauen – nicht zuletzt deswegen, weil das Vertrauen in die Fiat-Währungen schwindet.

 

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NEWS GANZ KURZ

Gottex

Der Hedgefonds-Anbieter Gottex hat die Publikation seiner Halbjahreszahlen verschoben. Offenbar verzögern sich die Verhandlungen um eine zweite Finanzierungsrunde.

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Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt.

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Der Bankensoftware-Entwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

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Schwyzer Kantonalbank

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Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

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Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

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Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

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DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

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