Weniger Boni für manche UBS-Mitarbeiter?

Bei der mit Spannung erwarteten Bonus-Runde sollen die Mitarbeiter der grössten Schweizer Grossbank insgesamt weniger Geld erhalten.

Die UBS hat ihren Bonus-Pool für das abgelaufene Jahr um 10 Prozent gekürzt, wie die Zeitung «Der Sonntag» am Wochenende berichtet. Die Bonussumme, welche die Bank ihren insgesamt 65‘000 Beschäftigten auszahlen will, beträgt gemäss weiteren Angaben 4,3 Milliarden Franken.

Dies sind 500 Millionen Franken weniger als noch vor Jahresfrist ausbezahlt wurde. Ein Grund, warum die UBS die Boni gesenkt habe, sei die Erhöhung der Fixlöhne im vergangenen Jahr, wie die Zeitung weiter schreibt. Die UBS tat es Konkurrenten gleich und erhöhte die Grundlöhne um 10 bis 20 Prozent.

UBS-Sprecher Peter Hartmeier wollte entsprechende Angaben weder bestätigen noch kommentieren. Er verwies auf das am nächsten Dienstag publizierte Jahresergebnis.

Grosse Unterschiede

Die Bonusschwankungen innerhalb der Belegschaft sind indessen riesig. Sie reichen von wenigen Tausenden bis mehrere Millionen Franken. Dazu gehören die Investmentbanker in London und in den USA.

Ein Kadermitarbeiter im Range eines Managing Director kommt an der Themse auf eine Gesamtentschädigung von 500 000 Franken. Auch talentierte Private Banker in der Schweiz können auf etwa 15 Prozent höhere Boni hoffen.

Aufgeschobene Anteile

Der Bonus setzt sich aus Cash- und Aktien-Anteilen zusammen und ist teilweise jahrelang gesperrt. Im Allgemeinen bekommen Mitarbeiter auf einer tiefen Hierarchiestufe einen hohen Cash-Anteil, der sofort verfügbar ist. Der Bonus hat so den Charakter eines 13. Monatslohns.

Der aufgeschobene oder gesperrte Anteil des Bonuspools hat Einfluss auf die Jahresrechnung. Wenn die UBS den Bonus Anfang März an die Mitarbeiter verteilt, wird nicht der gesamte Bonustopf von 4,3 Milliarden Franken auf einmal geleert. Die Finma verlangt, dass ein «bedeutender Teil» einbehalten wird.

Weitere Details am Dienstag

Weil dieser Anteil nicht sofort zur Auszahlung kommt, wird er nicht der Jahresrechnung 2010 belastet. Die Höhe dieses Anteils ist unbekannt. Die UBS gibt am Dienstag weitere Details bekannt, wenn sie die Geschäftszahlen für 2010 veröffentlicht.

 

 

 

 

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Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

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