Diese Phrasen von Finanzexperten nerven

Sie wollen auch wie ein Guru klingen? Mit klugen Einschätzungen beeindrucken? Als Kenner der Märkte glänzen? Dann sollten Sie diese Sätze nie sagen.

Es ist ganz einfach: Um sich als Experte von irgendetwas auszugeben, braucht man nur Sätze und Phrasen von sich zu geben, die intelligent klingen, aber gar nichts bedeuten.

Zum Beispiel: Sie fühlen sich zum Finanzmarktexperten und Börsenguru berufen. Es ist gerade der zweite Handelstag mit Kursverlusten zu Ende gegangen und Sie sagen: «Es wurden Gewinne mitgenommen.»

Option auf weitere kluge Aussagen

Das klingt intelligent und nach Sachverstand. Sie scheinen genau zu wissen, wie die Händler gerade ticken. Es klingt logisch: Nachdem die Kurse eine Weile gestiegen sind, werden jetzt die Profite realisiert.

Und es lässt Ihnen alle Optionen für die kommenden Marktbewegungen offen: Steigen die Kurse wieder, können Sie sagen: «Jetzt wird zu günstigen Preisen wieder zugekauft.» Fallen die Kurse weiter, können Sie sagen: «Es werden weitere Gewinne realisiert.»

Doch darum ist ein Satz wie dieser hohl und zeugt von wenig Marktkenntnissen: Wo ein Verkäufer Aktien verkauft, um Profite zu realisieren, ist auch ein Käufer, der eine neue Wette auf diese Aktien eingeht. Wo Verkäufer sind, sind Käufer.

Überkauft, vorsichtig optimistisch

Der Markt ist (fast) nie einheitlich. Marktbewegungen als «Gewinnmitnahmen» zu bezeichnen ist darum ein bedeutungsloser Allgemeinplatz.
Einziger Pluspunkt an dieser Aussage: Man kann Ihnen nicht das Gegenteil beweisen.

Noch einige Beispiele sinnentleerter Floskeln von Finanzexperten gefällig? «Wir sind vorsichtig optimistisch». Oder: «Die Märkte sind überkauft». Warum diese und weitere solcher Aussagen nur intelligent klingen, es aber nicht sind, lesen Sie hier.

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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