Die «Goldjungs» aus dem Tessin

Christopher L. Cruden

Christopher L. Cruden, CEO Insch Capital Management

Goldinvestoren jammern über den anhaltenden Kriechgang des Edelmetalls. Ganz anders eine in Lugano ansässige Finanz-Boutique. Mit einem neuartigen Trading-Ansatz erwirtschaftet ein Manager-Trio Top-Renditen.

Anleger, die Anfang Jahr ihre Goldbestände aufgestockt haben, müssen ziemlich sicher eine Minusrendite bis Ende Jahr hinnehmen – derzeit notiert die Feinunze Gold in Dollar gerechnet über acht Prozent tiefer als noch im Januar 2015.

Die Kurse des gelben Edelmetalls bröckeln schon seit geraumer Zeit. Seit dem Höchststand im September 2011 bei gut 1'900 Dollar, ging der Preis kontinuierlich gegen 1'000 Dollar zurück.

Diverse professionelle Goldinvestoren rechnen denn auch bald mit einem Taucher unter die vierstellige Marke. Viele Anleger sind deshalb des Goldes längst überdrüssig geworden.

Fast 30 Prozent Rendite mit Trendfolge-Ansatz 

Ganz anders die in Lugano ansässige Boutique Insch Capital Management: Mit ihrer Anlagestrategie «Kintore» erzielte das 2004 gegründete Unternehmen allein im November eine Rendite von gut 6 Prozent, wie die Nachrichtenagentur «Reuters» kürzlich berichtete. Damit summiert sich die vorläufige Jahresrendite auf 27 Prozent.

Das im Februar 2015 lancierte Programm, an dem sich Investoren in Form von Managed Accounts beteiligen können, stellt einen neuen Trading-Ansatz auf der Basis eines Trendfolge-Systems dar. Was heisst das?

Grundrezept aus den 1990er-Jahren

Gold wird dabei wie eine Währung behandelt, so dass das Trading in den Währungspaaren Gold versus jeweils einer der sechs Hauptwährungen US-Dollar, Euro, Franken, Pfund, Yen und Australien-Dollar erfolgt. Das Risikomanagement setzt mitunter regelmässig so genannte «trailing stops» ein. Mehr Details zur Funktionsweise findet sich hier.

Die auf Algorithmen beruhende Anlagemethode wurde bereits in den 1990er-Jahren entwickelt. Verantwortet wird die Anlagestrategie von Christopher L. Cruden, dem CEO von Insch Capital Management. Er ist seit 1980 in der Finanzbranche tätig.

Neben Cruden besteht das Management-Team aus David M. Anderson und Geoffrey Baker. Insgesamt zählt Insch Capital Management an den Standorten Lugano und London zehn Mitarbeitende.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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