BSI-Skandal: Singapur forciert Kampf gegen Geldwäscherei

Ravi Menon, Managing Director, Monetary Authority of Singapore

Ravi Menon, Managing Director, Monetary Authority of Singapore

Die Zwangsschliessung der BSI in Singapur hat den dortigen Finanzplatz mitten ins Mark getroffen. Nun rüstet sich die lokale Finanzaufsicht mit einer einheitlichen Anti-Geldwäscherei-Stelle.

Die groben Verstösse der Tessiner Privatbank Banca della Svizzera Italiana (BSI) gegen Geldwäscherei-Verordnungen im Zusammenhang mit dem malaysischen Staatsfonds 1MDB hat ein schlechtes Licht auf den Finanzplatz Singapur geworfen.

Das angerissene Image gilt es nun wieder schnellstmöglich zu kitten. Deshalb hat die Singapurer Finanzaufsicht Monetary Authority of Singapore (MAS) eine eigene Abteilung zur Bekämpfung der Geldwäscherei ins Leben gerufen, wie die MAS am Montag mitteilte.

Die Behörde sei bestrebt, dass Singapur ein sauberer und vertrauenswürdiger Finanzplatz bleibe, sagt Ravi Menon, Managing Director der MAS, in der Mitteilung.

Start Anfang August 

Die komplexen, transnationalen Finanzströme bedürften einer erhöhten Überwachung. Gleichzeitig liessen sich damit Vergehen gegen Geldwäscherei-Vergehen nicht gänzlich verhindern, räumte die MAS ein. Singapur zählt über 1'500 Finanzinstitute.

Zuvor oberservierten diverse Departemente innerhalb der MAS die Geldtransaktionen. Neu werden diese Kräfte in einer Stelle gebündelt. Die neu geschaffene Abteilung nimmt ihren Betrieb am 1. August 2016 auf.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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