Indien: Eine treibende Kraft hinter dem Gold

Indien zählt zu jenen Ländern, die derzeit ihre Goldvorräte stark aufstocken. Hinter dem indischen Goldrausch stehen auch kulturelle Gründe.

Hinter der weltweit steigenden Nachfrage nach Gold stehen unter anderem Länder aus den Emerging Markets, so stark auch Indien. Gemäss einem Bericht des «World Gold Council» kaufte Indien im letzten Jahr Gold für 19 Milliarden Dollar auf, was rund 15 Prozent der weltweiten Nachfrage ausmacht.

In den vergangenen zehn Jahren stieg die Nachfrage Indiens nach Gold pro Jahr um durchschnittlich 13 Prozent – dies ist ein stärkeres Wachstum als das BIP, die Inflation oder das Bevölkerungswachstum über dieselbe Periode.

Eine Nation von Sparern

Dass Indien so scharf auf Gold ist, hat kulturelle Hintergründe, sagt Eily Ong, Investment Research Manager des World Gold Council. «Gold ist ein integraler Bestandteil der indischen Gesellschaft und die Grundlage von Vermögen und Sparguthaben in Indien», sagt Ong. Ein Abbruch der Goldnachfrage ist daher aus der Sicht Indiens nicht absehbar.

«Während Konsumenten ihre Preiserwartungen beim Gold angepasst haben, ist eine erneute Investment-Nachfrage für Gold und Schmuckwaren zu erwarten. Dieser Trend wird lange Zeit anhalten, da lokale Investoren in Gold anlegen, um Vermögen anzuhäufen», fügt Ong an.

Zusätzlich wird der indische Goldrausch vom Sparverhalten der Inder angetrieben. Die Sparquote des Landes gehört mit dreissig Prozent des Einkommens zu den höchsten weltweit. Davon werden laut «World Gold Council» zehn Prozent in Gold angelegt.

 

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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