Banque Richelieu holt neuen CEO und will nach Genf expandieren
Die Banque Richelieu Switzerland stellt sich für die nächste Wachstumsphase neu auf. Richard Albrecht übernimmt die Leitung der Schweizer Bank als Chief Executive Officer (CEO). Die Ernennung steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma.
Albrecht soll insbesondere das bestehende Geschäft in Zürich weiterentwickeln und gleichzeitig eine Präsenz in Genf aufbauen. Darüber hinaus soll er die Teams und das Vermögensverwaltungsgeschäft stärken und die Zusammenarbeit mit den übrigen Einheiten der Groupe Banque Richelieu intensivieren.
Von 11 auf 15 Milliarden Euro
Die Personalie ist Teil einer breiteren Wachstumsstrategie. Die Groupe Banque Richelieu verwaltete per Ende Juni 2026 mehr als 11 Milliarden Euro. Innerhalb der kommenden drei Jahre soll dieser Wert auf 15 Milliarden Euro steigen.
Das entspricht einem angestrebten Zuwachs von mehr als einem Drittel. Erreicht werden soll das Ziel einerseits durch organisches Wachstum, andererseits durch ausgewählte externe Wachstumschancen in den Kernmärkten.
Die Gruppe ist in der Vermögensverwaltung, im Investmentbanking und im Asset Management tätig. Zu ihr gehören unter anderem Banque Richelieu France, Banque Richelieu Monaco, Richelieu Corporate Finance, Richelieu Invest, Banque Richelieu Switzerland sowie Banque Richelieu GCC in Abu Dhabi. Insgesamt beschäftigt die Gruppe rund 230 Mitarbeitende.
Fast 30 Jahre Bankerfahrung
Mit Albrecht holt Richelieu einen Manager mit langjähriger Erfahrung im Schweizer Private Banking. Der Wirtschaftswissenschaftler begann seine Karriere bei UBS und Lombard Odier.
In den vergangenen 15 Jahren war er zunächst bei der Deutschen Bank für den Schweizer Markt und anschliessend bei BNP Paribas in Genf verantwortlich. 2023 wechselte er als Head of Wealth Management zu REYL Intesa Sanpaolo. Insgesamt verfügt er über fast 30 Jahre Erfahrung im Bank- und Vermögensverwaltungsgeschäft.
«Zürich und Genf sind strategisch wichtige Märkte»
Albrecht sieht insbesondere in den beiden grossen Schweizer Finanzzentren weiteres Potenzial. «Zürich und Genf sind für unsere Ambitionen strategisch wichtige Märkte und verfügen über ein erhebliches Wachstumspotenzial», sagt er.
Gemeinsam mit dem stellvertretenden CEO Gian Nay und den bestehenden Teams wolle er die Banque Richelieu Switzerland nachhaltig ausbauen.
Sylvain Fondeur, Generaldirektor der Compagnie Financière Richelieu, bezeichnet die Ernennung als «neue Etappe» für das Schweizer Geschäft. Albrechts Kenntnisse des Schweizer Marktes und seine Erfahrung in der Vermögensverwaltung sollen dabei helfen, die Wachstumsstrategie umzusetzen.















