UBS: Mehr Gewinn, Integrationsziele werden übertroffen

Die UBS schliesst dass dritte Quartal 2026 mit einem Vorsteuergewinn von 3,6 Milliarden Dollar und einem Reingewinn von 2,7 Milliarden Dollar ab. Dies geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen hervor.

Der Vorsteuergewinn liegt damit 27 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Der Ertrag wuchs um 5 Prozent auf 13,35 Milliarden Dollar; auf zugrunde liegender Basis fiel der Ertrag um 10 Prozent höher aus (13,39 Milliarden Dollar). Im Kerngeschäftsbereich betrug das Plus 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. 

Schweizer Geschäft mit beachtlichem Wachstum

Im Global Wealth Management stieg der Ertrag auf zugrunde liegender Basis auf 6,89 Milliarden Dollar, dies entspricht einer Steigerung um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Hierbei spielte vor allem der Anstieg des wiederkehrenden Erfolgs aus dem Dienstleistungsgeschäft (+9 Prozent) und der Nettozinsertrag (+8 Prozent) eine Rolle. Die Investment Bank erzielte auf zugrund liegender Basis einen rekordhohen Ertrag im dritten Quartal. Dies ist in erster Linie auf eine Verbesserung der Ergebnisse in Global Markets auf 2,55 Milliarden Dollar (+17 Prozent) zurückzuführen. 

Die verwalteten Vermögen lagen bei 7,3 Billionen Dollar. Global Wealth Management flossen im dritten Quartal 55,1 Milliarden netto an Vermögenswerten zu. Dies entspricht einer annualisierten Wachstumsrate von 4,5 Prozent. Die Gelder stammen aus allen Regionen, insbesondere APAC und Americas. 

Das Schweizer Geschäft, das bei der UBS unter der Bezeichnung Personal&Corporate Banking läuft, verzeichnet einen Vorsteuergewinn von 915 Millionen Franken, das beste Ergebnis in den vergangenen sieben Quartalen. Auf zugrunde liegender Basis beträgt der Gewinn 813 Millionen Franken. Der Gesamtertrag erhöhte sich um 65 Millionen Franken auf 1,93 Milliarden Franken. Neben dem Erfolg des Dienstleistungsgeschäfts machen sich unter anderem auch die Einsparungen durch den Integrationsprozess bemerkbar. 

Integrationsprozess auf Ziellinie 

Die Zusammenführung der Credit Suisse in die UBS dürfte laut den am Mittwoch veröffentlichten Informationen zum Jahresende im Wesentlichen abgeschlossen werden. Per 30. September 2026 wurden fast alle alten IT-Anwendungen der Credit Suisse, die ausser Betrieb genommen werden sollen, nicht mehr genutzt und rund 90 Prozent von ihnen waren bereits vollständig ausser Betrieb. 

Finanziell wurden im dritten Quartal durch den Integrationsprozess weitere Einsparungen von 0,6 Milliarden Dollar erzielt, damit belaufen sich diese auf brutto insgesamt 13,2 Milliarden Dollar. Die UBS geht davon aus, dass sie ihre Zielgrösse von 13,5 Milliarden Dollar bis Ende Jahr übertreffen kann. Sie spricht neu von Kosteneinsparungen von insgesamt brutto 13,7 Milliarden Dollar. 

Weitere Aktienrückkäufe 

Die UBS hat im dritten Quartal weitere Rückstellungen für eine Dividendenerhöhung im «mittleren Zehnprozentbereich» vorgenommen, wie es in der Mitteilung heisst, und Aktien von insgesamt 1,8 Milliarden Dollar zurückgekauft. Das Programm in der Höhe von total 3 Milliarden Dollar soll bis zum Zeitpunkt der Berichterstattung über die Ergebnisse des vierten Quartals abgeschlossen werden. 

Im Februar 2027 will die UBS dann ihre Ambitionen im Hinblick auf Kapitalerträge und -rückführungen für 2027 zusammen mit den Finanzergebnissen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr bekanntgeben. Es ist gemäss Berechnungen von finews mit einer ersten Tranche von rund 3,5 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe zu rechnen. 

Die Höhe und das Tempo der Aktienrückkäufe hängen unter anderem von den kurzfristigen Finanzergebnissen, dem Ausblick, der Aufrechterhaltung einer harten Kernkaptialquote (CET1) von rund 14 Prozent und Klarheit bezüglich der parlamentarischen Beratung über die Eigenmittelunterlegung ausländischer Beteiligungen ab. 

Verhaltener Ausblick

Für das vierte Quartal erwartet die UBS eine saisonal bedingte Abschwächung der Transaktionsvolumen gegenüber dem Vorquartal. In Global Markets könnte der Vorjahresvergleich durch das starke Ergebnis im vierten Quartal 2025 belastet werden, zu dem unter anderem ein Veräusserungsgewinn beigetragen hatte.