Compenswiss-Rendite liegt leicht tiefer als 2024

Der Ausgleichsfonds der Sozialwerke AHV, IV und EO (Compenswiss) hat 2025 auf seinem Anlagevermögen eine Nettorendite von 6,3 Prozent (2024: 7,3 Prozent) erwirtschaftet. Gemäss der Medienmitteilung vom Dienstag ist das Ergebnis hauptsächlich auf die Aktien, das Gold (das sich als sicherer Hafen erwiesen hat) und Währungseffekte zurückzuführen.

Das verwaltete Vermögen belief sich Ende 2025 auf 50,6 Milliarden Franken, gegenüber 46,1 Milliarden im Vorjahr. Es setzt sich zusammen aus dem Anlagevermögen von 45,9 Milliarden (Vorjahr: 43,4 Milliarden) und den flüssigen Mitteln (Tresorerie) in Höhe von 4,6 Milliarden (Vorjahr: 2,7 Milliarden).

Hohe Liquiditätsreserven schmälern Anlageergebnis

Die auf den flüssigen Mitteln erzielte Nettorendite betrug 0,46 Prozent (Vorjahr: 1,55  Prozent).

Die Nettorenditen auf den Vermögen der drei Sozialversicherungen weichen aufgrund der unterschiedlichen Liquiditätsbestände leicht voneinander ab. «Besonders die AHV und die IV wurden durch die umfangreichen Liquiditätsreserven belastet, die zur Finanzierung der in den kommenden Jahren zu erwartenden hohen Ausgaben gebildet wurden», schreibt Compenswiss. Hintergrund ist die 13. AHV-Rente.

Leicht gesunken sind die Vermögensverwaltungskosten (einschliesslich Stempelsteuer): Sie betragen 0,17 Prozent des Anlagevermögens per Ende 2025, im Vorjahr waren es 0,18 Prozent.

Mehr als die Hälfte in Obligationen

Compenswiss-Direktor Eric Breval kommentiert: «Die solide Aktienperformance, kombiniert mit Absicherungen gegen den schwachen Dollar, hat unser gutes Ergebnis massgeblich gestützt.»

Gemäss den Angaben auf der Website hat Compenswiss in der Anlagestrategie folgende Quoten: Aktien 26 Prozent, Immobilien 13 Prozent, Anleihen 53 Prozent, Darlehen an Gemeinden und Kantone 5 Prozent sowie Gold 3 Prozent.

13. AHV-Rente immer noch ohne Gegenfinanzierung 

Compenswiss nutzt die Gelegenheit, auf die angespannte Lage der AHV hinzuweisen, wo die Finanzierung der 13. AHV-Rente weiterhin ungelöst ist. Verwaltungsratspräsident Manuel Leuthold erläutert: «Kurzfristig könnte sich das Vermögen stabilisieren. Doch die gesetzliche Vorgabe, einen Fondsbestand von 100 Prozent der jährlichen Ausgaben zu gewährleisten, wird wegen der 13. AHV-Rente immer schwieriger einzuhalten sein. Eine zusätzliche Finanzierung bleibt daher unerlässlich.»

Auch für die IV haben sich die Perspektiven eingetrübt, «insbesondere aufgrund der stetig steigenden Zahl neuer Renten sowie der anhaltenden Unsicherheit über die Rückzahlung der IV-Schuld von 10,3 Milliarden Franken an die AHV.» Compenswiss wird 2026 Vermögenswerte von 35 Millionen Franken monatlich verkaufen, um die für die Rentenzahlungen notwendige Liquidität sicherzustellen.