100 Jahre Dreizack: Maserati feiert mit einem Fintech-Mann und einem Tourbillon
Hundert Jahre Dreizack: Das ikonische Trident-Emblem von Maserati trat erstmals im Jahr 1926 an der «Targa Florio» auf Sizilien in Erscheinung. In diesem Jahr gewann der Maserati Tipo 26 das Rennen. Das Sujet ist inspiriert vom Neptunbrunnen in Bologna.
Dieses Jubiläum nimmt der italienische Sportwagenhersteller nun zum Anlass für eine besondere Uhrenkooperation.
Mit fliegendem Tourbillon
Gemeinsam mit dem Neuenburger Uhrenatelier Bianchet präsentierte Maserati am vergangenen Freitag an der Genfer «Watches and Wonders»-Messe die «UltraFino Maserati»: eine Flying-Tourbillon-Uhr, auf 100 nummerierte Stücke limitiert – eines pro Jubiläumsjahr.
Für die Ankündigung waren Cristiano Fiorio, Chief Marketing Officer von Maserati, und Rodolfo Festa Bianchet, Gründer und CEO von Bianchet, nach Genf gekommen. Der ehemalige Fintech-Mann hatte in Turin das Unternehmen Riflexo aufgebaut, Entwicklner der Trading-App «Trade Interceptor».
Innovativer Newcomer
Nach dem Verkauf des Unternehmens gründete er gemeinsam mit seiner Frau, der Künstlerin Emmanuelle Festa Bianchet, die Uhrenmarke Bianchet. Das Unternehmen präsentierte 2019 seinen Prototyp an der damaligen Baselworld und lancierte 2021 seine erste Uhr.
Das Herzstück des Brands: Bianchet war das erste Unternehmen, das die gesamte Uhrwerks- und Gehäusearchitektur konsequent nach dem Goldenen Schnitt (1,618) und der Fibonacci-Folge entwickelte.
Supercar und Superuhr
Die «UltraFino Maserati» orientiert sich gestalterisch am aktuellen Maserati-Topmodell, dem MCPURA – einem 630-PS-Supercar mit Karbon-Monocoque, der am Goodwood Festival of Speed 2025 vorgestellt wurde.

«UltraFino Maserati» von Bianchet. (Bild: zVg)
Die offene Skelettierung des Zifferblatts übernimmt das Speichendesign der MCPURA-Räder, der «AI Aqua Rainbow»-Finish verbindet Uhr und Auto farblich. Gehäuse und Armband aus hochdichtem Karbon spiegeln die Leichtbauphilosophie des Fahrzeugs wider.
Nummern 1 und 100 bereits vergeben
Das Uhrwerk, das hauseigene Kaliber Bianchet UT01, misst gerade 3,85 Millimeter in der Höhe – bei 225 Bauteilen und 29 Steinen. Der fliegende Tourbillonkäfig ist 2,66 Millimeter dünn und schlägt mit 3 Hz. Die Gangreserve beträgt 60 Stunden. Das Gesamtgehäuse kommt auf 9,9 Millimeter Höhe, das Gewicht auf 36 Gramm ohne Armband. Bemerkenswert: Die Uhr widersteht Schocks bis 5'000 G.
Erhältlich ist das Modell laut Bianchet-Webseite für 75'500 Franken. Die Nummern 1 und 100 waren bereits vor der Lancierung vergeben, wie in Genf bekannt wurde.
Zwei Zitate, ein Versprechen
Fiorio fasst die Partnerschaft so zusammen: «Mit Bianchet teilen wir ein Konzept: Objekte zu schaffen, bei denen ikonisches Design, Eleganz und authentische Leistung in perfekter Balance koexistieren. Die UltraFino Maserati verkörpert diese Harmonie.»
Rodolfo Bianchet ergänzt: «Die UltraFino Maserati ist keine von einem Auto inspirierte Uhr. Sie ist der Treffpunkt zweier Objekte, die dieselbe Sprache sprechen.»
Probefahrt mit Uhr
An der «Watches and Wonders» durften geladene Gäste den MCPURA probefahren – die Uhr am Handgelenk, versteht sich.
Uhrenkooperationen sind für Maserati keine Neuheit. Vor gut zehn Jahren arbeitete die Marke bereits mit Bulgari zusammen. Damals waren die Uhren exklusiv für Maserati-Käufer verfügbar.















