Maverix erreicht nach Jahren des Aufbaus die Gewinnzone

Die in Zürich ansässige Maverix Securities ist in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Für 2025 weist das Unternehmen einen Reingewinn von 223'000 Franken aus, wie es am Dienstag bekanntgab. 

Im Vorjahr resultierte noch ein Verlust von 3,9 Millionen Franken, 2023 ein negativer Geschäftserfolg von 6 Millionen Franken.

Intensive Investitionen

Das Ergebnis markiert einen Wendepunkt nach mehreren Jahren intensiver Investitionen in die Emissions- und Handelsplattform, schreibt das Unternehmen.

Der Geschäftsertrag stieg um 43 Prozent auf 20,5 Millionen Franken (Vorjahr: 14,4 Millionen Franken). Gleichzeitig erhöhte sich die Bilanzsumme um 88 Prozent auf 283,7 Millionen Franken, wovon 235,5 Millionen Franken auf eigene Emissionen entfallen. Das Eigenkapital stieg infolge einer Kapitalerhöhung von 4,5 Millionen Franken auf 10 Millionen Franken.

Skalierungsphase erreicht Wendepunkt

Seit der Gründung im Jahr 2008 (damals als CAT Financial Products) hat das Unternehmen seine Plattform aufgebaut, eine FINMA-Lizenz erhalten und die heutige operative Basis geschaffen.

Die verwalteten Vermögen beliefen sich auf 365 Millionen Franken, beziehungsweise auf 815 Millionen Franken unter Einbezug der administrierten Vermögen.

1,5 Milliarden Franken Transaktionsvolumen

Rund ein Drittel der Erträge stammt mittlerweile aus dem Emissions- und Handelsgeschäft, ergänzt durch einen höheren übrigen ordentlichen Erfolg. Das Transaktionsvolumen überstieg 1,5 Milliarden Franken, während das Primärmarktgeschäft ein Nominalvolumen von rund 3 Milliarden Franken erreichte – beides Rekordwerte für das Unternehmen.

Trotz der Expansion blieb das Kostenwachstum vergleichsweise moderat: Der Geschäftsaufwand erhöhte sich um 10 Prozent auf 20 Millionen Franken.

Vorstoss nach Europa

Strategisch war 2025 zudem vom Markteintritt in die Europäische Union geprägt. Das Unternehmen erhielt eine PSI-Lizenz der französischen Aufsichtsbehörden AMF und ACPR und gründete eine Tochtergesellschaft in Paris, die unter dem MiFID-II-Regime operiert. Damit verschafft sich Maverix einen regulierten Zugang zum EU-Markt und eine Plattform für weiteres Wachstum in Europa.

Gleichzeitig hat das Unternehmen seine Struktur gestrafft und die Vermögensverwaltungseinheit CATWM im Rahmen eines Management-Buyouts ausgelagert. Diese untersteht damit nicht mehr der konsolidierten Gruppenaufsicht durch die FINMA.

Digitalisierung und Krypto-Produkte

Für 2026 setzt Maverix verstärkt auf Profitabilität und technologische Weiterentwicklung. Bereits zu Jahresbeginn lancierte das Unternehmen Renditeoptimierungsprodukte auf Kryptowährungen für den öffentlichen Vertrieb in der Schweiz.

Parallel dazu wird die Infrastruktur weiter ausgebaut, unter anderem mit der Einführung eines neuen Order-Management-Systems, das Prozesse automatisieren und die Transparenz für Vermögensverwalter erhöhen soll.

Globale Ambitionen

Die Co-CEOs Giuliano Glocker und David Schmid betonen, dass das Jahresergebnis eine Bestätigung für die Strategie des Unternehmens darstelle.

«Die Rückkehr in die Gewinnzone zeigt, dass unser Geschäftsmodell funktioniert und unsere strategischen Investitionen der letzten Jahre Früchte tragen», sagt Glocker. «Mit der gestärkten Kapital- und Ertragsbasis verfügen wir über die nötige Stabilität und Unabhängigkeit, um unsere Strategie langfristig umzusetzen.»

Asien und Mittlerer Osten

Schmid ergänzt: «2025 hat gezeigt, dass Maverix nicht nur operativ skaliert, sondern auch seine Marktpräsenz gezielt und nachhaltig ausbauen kann. Der Aufbau von Maverix Securities (Europe) SA in Paris eröffnet uns den Zugang zum europäischen Markt unter MiFID II und ist ein entscheidender Schritt in unserer internationalen Wachstumsstrategie.»

Neben Europa richtet Maverix den Blick auf weitere Wachstumsmärkte wie Asien und den Mittleren Osten und setzt dabei auf skalierbare Partnerschaften und lokale Präsenz.