Dies ist die ideale Adresse für Banker
Aus der «MO Lounge» im 35. Stock blicke ich durch fünf Meter hohe Glasfronten weit über den Hudson River und den Central Park – mir scheint, als schwebte ich über der Stadt und dem gelben Meer aus Taxis.

Architektonisches Ausrufezeichen am Columbus Circle: Das Mandarin Oriental thront erhaben im Nordturm des Deutsche Bank Center. (Bild: zVg)
Der 35. Stock ist das pulsierende Ankunfts-Plateau. Wer hier aus dem Aufzug in die Sky Lobby tritt, lässt die Hektik der Wall Street hinter sich. General Manager Marcel Thoma beschreibt es treffend: «In einer Stadt, die Puls und Dynamik lebt, ist unser Haus ein Rückzugsort, an dem Tradition und moderner Luxus in Harmonie zusammentreffen.»

Privatloge über Manhattan: Im Premier Central Park View Room verschmilzt edles Design mit dem Blick auf das grüne Herz. (Bild: zVg)l
Zentral gelegen zwischen Kultur und Kapital
Die privilegierte Lage ermöglicht es, mühelos die kulturellen und finanziellen Epizentren zu erreichen. Nur wenige Schritte entfernt liegt das Lincoln Center, die Heimat der Metropolitan Opera. Längst gilt das Haus als unverzichtbare Dependance der globalen Finanz-Elite, wenn die UN-Generalversammlung oder grosse IPO-Roadshows die Stadt in Atem halten. In den diskreten Nischen der Lounge werden Deals besprochen, bevor sie am nächsten Tag die Ticker der Nachrichtenagenturen dominieren.
Auch der Central Park liegt als grüne Lunge direkt vor der Tür. Ich liebe die frühen Morgenstunden im Park, dann entfaltet er eine fast magische Ruhe. Wer tiefer in die Geschichte eintauchen will, dem empfiehlt der Concierge die Frick Collection. Dort weht ein Hauch europäischer Kunstgeschichte durch die Räume – vom italienischen Renaissance-Stil bis zum Holländischen Goldenen Zeitalter.

Ultimative Exzellenz: Im Dining Room der Suite 5000 speisen Gäste in privater Atmosphäre hoch über dem Central Park. (Bild: zVg)
Zimmer mit Weitblick und Feng Shui
Das Haus mit seinen 244 Zimmern und Suiten ist konsequent nach Feng-Shui-Richtlinien gestaltet, um den Energiefluss in der rastlosen Metropole zu harmonisieren. Mein Zimmer eröffnet mir die Skyline wie ein Panorama-Gemälde. Warme Holzvertäfelungen, Marmorflächen und ein vom Zen-Gedanken geprägtes Design bestimmen die Atmosphäre. Das Mobiliar orientiert sich an Designklassikern der 1940er-Jahre, ergänzt durch zeitgenössische Kunst chinesischer und taiwanesischer Künstler. Besonders beeindrucken mich die bodentiefen Fenster, die Manhattan in einer Klarheit zeigen, die man sonst nur aus den Executive Boardrooms der obersten Etagen kennt. Das Mandarin Oriental ist ein Luxushotel, das im Ranking der «101 Besten» einen vorderen Platz belegen würde.

Zeitlose Eleganz: Der Living Room der Oriental Suite verbindet fernöstliches Flair mit dem Glamour New Yorks. (Bild: zVg)
Diskretion als Währung
Internationale Filmstars, Staatsgäste und Stammgäste schätzen im Mandarin Oriental vor allem eines: Diskretion. In einer Welt der ständigen Sichtbarkeit ist die hier gebotene Privatsphäre wahrer Luxus.
Ein Kontrastprogramm zur glitzernden Welt der Finanzen bietet das 9/11 Memorial Museum. Zwischen deformierten Feuerwehrfahrzeugen und geschmolzenen Stahlträgern bewege ich mich wie in einem riesigen Sarkophag. Die Atmosphäre ist still und von großer Ernsthaftigkeit – ein mahnendes Monument der Unerschütterlichkeit dieser Stadt.

Mix mit Weitblick: «The Bar» in der 35. Etage ist der stilvolle Treffpunkt über den Lichtern von Manhattan. (Bild: zVg)
Kulinarische Benchmarks
Die Mandarin-Gruppe hat ihre Expertise als kulinarischer Trendsetter konsequent ausgebaut und vereint heute 27 Michelin-Sterne in ihrem weltweiten Portfolio. In der «MO Lounge» prägt Executive Chef Sylvain Delpique das Angebot mit einer französisch geerdeten, kosmopolitischen Küche. Ein modern interpretiertes Steak Frites oder ein präzise komponierter Fisch sind der kulinarische Beweis dafür, wie souverän Delpique Handwerk über kurzfristige Effekte stellt.
Ein besonderes Privileg für Gäste: Über einen privaten Aufzug gelangt man direkt ins «Masa». Masayoshi Takayama betreibt hier eines der exklusivsten Drei-Sterne-Restaurants der Welt. Auf Wunsch organisiert der Concierge erlesene Sushi-Boxen direkt in die Suite – zubereitet nach Masas kompromisslosen Prinzipien von Produktreife und Präzision. Auch Thomas Kellers legendäres «Per Se» liegt nur wenige Schritte entfernt - sein «Oysters and Pearls» ist längst ein Signature Dish der amerikanischen Haute Cuisine.

Bad in den Wolken: Der Pool bietet zum Sonnenuntergang ein spektakuläres Panorama hoch über der Skyline. (Bild: zVg)
Tiefgreifende Erholung im Spa
New York ist die Stadt, die niemals schläft. Wer wie ich Abstand zur Hektik sucht, findet ihn im Spa – vom Forbes-Magazin als ‚Bestes Hotel-Spa 2025‘ prämiert. Die Synergie aus asiatischen Heilmethoden und moderner Wellness-Kompetenz schenkt mir eine Erholung von seltener Tiefe.

Ganzheitliche Erholung: Im Amethyst Crystal Steam Room verschmelzen heilende Kristalle mit luxuriösem Wellness. (Bild: zVg)
Während ich im 23-Meter-Pool meine Bahnen ziehe, schweift der Blick über den Hudson River. Es ist einer dieser seltenen Momente, in denen die Dynamik von Manhattan für einen Augenblick stillzustehen scheint.
Als früherer Grandhotelier und Betreiber des Hotelrankings «101 besten» ist Carsten K. Rath Globetrotter von Berufs wegen. Sämtliche Hotels, über die er schreibt, bereist er auf eigene Rechnung.
Rath ist zudem Autor des Buchs «Iconic Hotels of the World».














