Banking: Rund 160'000 Stellen weniger

Die Agentur «Reuters» trug zusammen, wieviele Stellenstreichungen seit letztem Jahr angekündigt wurden. Die Zahl ist hoch – aber das ist noch nicht alles…

Auch die UBS steht nicht alleine. Ihre Ankündigung, bis 2015 rund 10'000 Stellen verschwinden zu lassen, war zwar spektakulär und wurde weltweit beachtet, aber danach ging es schon wieder weiter. Wenig später wurde bekannt, dass der niederländische Finanzkonzern ING rund 2'000 weitere Stellen streichen will. Und in Deutschland kursierten Berichte, wonach die Commerzbank zwischen 5'000 und 6'000 Positionen abbauen könnte.

Das Jahr 2012 schliesst also ab wie 2011: Mit einer negativen Note. Allerdings waren die Spar- und Abbau-Ankündigungen im vorherigen Jahr insgesamt doch einiges dramatischer. Rund 100'000 Bank-Stellen wurden 2011 weltweit als gefährdet gemeldet.

Hauptopfer: London, Europa

Die Nachrichtenagentur «Reuters» hat nun eine Gesamtübersicht erarbeitet und kommt zum Schluss, dass die 29 grössten Banken der Welt seit Beginn des letzten Jahres insgesamt 160'000 Arbeitsplätze abgebaut haben respektive zum Abbau freigegeben haben.

Der Kontinent, der dabei am meisten betroffen war, ist Europa (wobei es hier wiederum den Investmentbanking-lastigen Finanzplatz London am härtesten traf).

Auf der anderen Seite seien deutlich weniger neue Stellen geschaffen worden: Das Verhältnis von gestrichenen zu neuen Arbeitsplätzen beträgt in der internationalen Bankbranche derzeit zwei zu eins, so die «Reuters»-Berechnungen.

Und obendrein zeigt sich hier nur ein Teil des Problems: Viele kleinere Einspar-Übungen und Stellenstreichungen bei weniger grossen Banken werden gar nie öffentlich bekannt. Es ist ein Problem, dessen man sich ja gerade in der Schweiz sehr bewusst ist …

Die grössten Stellen-Abbau-Programme seit 2011

Massakertabelle2011_12

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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