Adoboli-Fall: Rassismus-Vorwürfe gegen die UBS

Da droht der Bank weiteres Ungemach: Jetzt wehrt sich ein Adoboli-Opfer gegen seine Kündigung. Er sei gefeuert worden, weil er schwarzer Hautfarbe sei.

GreenidgeDer ehemalige UBS-Managing-Director Ronald Greenidge (Bild), der die UBS wegen grobem Fehlverhalten im Fall des verurteilten Adoboli gefeuert hatte, verklagt seinen ehemaligen Arbeitgeber.

Der frühere Leiter des europäischen Cash Trading wirft der UBS Rassendiskriminerung vor und beruft sich auf Kündigungsschutz, wie die Nachrichtenagentur «Bloomberg» berichtet.

Wurde «Mace Windu» unfair behandelt?

Greenidge, der seine Klage bereits im Juni eingereicht hatte, behauptet, die UBS habe ihn gegenüber anderen, am Skandal beteiligten Kollegen unfair behandelt. Er sei nachteiliger als seine «weissen Kollegen» behandelt worden.

Greenidge, in Grossbritannien geboren, arbeitete fast zwei Jahrzehnten bei der Bank und kassierte 286'000 Pfund pro Jahr, inklusive Bonus. Sein Spitzname unter ETF-Händler war «Mace Windu», ein «Star Wars»-Charakter.

Sündenbock-Theorie

Er sieht sich selber als Sündenbock, der unbegründet und unglaubwürdig als einziger in der Abteilung entlassen wurde. Er habe der UBS eine Liste mit weiteren Namen weitergeleitet, die für die Aufsicht von Skandalhändler Adoboli verantwortlich waren. Erfolglos, wie er nach eigenen Angaben behauptet. Seine Bedenken wurden abgeschmettert, heisst es weiter.

Die Bank bestreitet die Vorwürfe und verweist lediglich auf die fehlende Aufsichtspflicht im Fall Adoboli. Der Anwalt von Greenidge, Tim Spillane, wollte das laufende Verfahren gegenüber «Bloomberg» nicht weiter kommentieren.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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