CEO-Saläre: And the winner is...

Sergio Ermotti und Brady Dougan haben 2013 deutlich mehr verdient. Mit den Salären an der Wall Street halten sie dennoch nicht mehr mit.

Während in der UBS wie in der Credit Suisse die durchschnittliche Lohnsumme auch dieses Jahr wieder gesunken ist, erfreuen sich die Konzernchefs – wie das gesamte Top-Management auch – einer erklecklichen Lohnerhöhung.

UBS-Chef Sergio Ermotti darf alles in allem 10,7 Millionen Franken einstreichen, was 20 Prozent mehr als 2012 ist. Kollege Brady Dougan von der Credit Suisse mit 9,8 Millionen Franken 26 Prozent mehr. Im Vergleich zu den grossen Wall-Street-Banken, der Deutschen Bank sowie Barclays sind die Chefs der Schweizer Grossbanken damit allerdings einfache Durchschnittsverdiener.

Dimon und Gorman annähernd verdoppelt

Die wahren Krösuse unter den Banken-Chefs waren und sind immer noch jenseits des Atlantiks. Und Lloyd Blankfein, der Chef von Goldman Sachs, verdiente letztes Jahr mit umgerechnet 20,47 Millionen Franken erneut am meisten.

Der Abstand zur Konkurrenz ist allerdings kleiner geworden. Denn sowohl Jamie Dimon von J.P. Morgan und James Gorman von Morgan Stanley schafften nach vergleichsweise tiefen Vergütungspaketen im Jahr 2012 im vergangenen Jahr einen wahren Sprung – mit Steigerungen von 85 Prozent.

Kompensationen Banken-CEO 2013

Banke CEO Lohn Kl

Etwas weniger hoch als die Schweizer wurden die beiden Co-Chefs der Deutschen Bank entlöhnt, Jürgen Fitschen und Anshu Jain. Das jeweilige Paket von umgerechnet 9,15 Millionen Franken entspricht aber einer Steigerung von satten 53 Prozent.

Abgeschlagen ist der Chef von Barclays, Antony Jenkins, der wegen all der rechtlichen Probleme und Bussen auf einen Bonus von 2,7 Millionen Pfund (4 Millionen Franken) verzichtet und beim Grundlohn von 1,65 Millionen Franken blieb.

Meist gehasste Worte: «Banker» und «Bonus»

Zwar sitzt inzwischen auch Jenkins auf einem millionenschweren Paket mit gesperrten Barclays-Aktien. Aber der Verzicht zeigt auch eine gewisse Sensibilität gegenüber der britischen Öffentlichkeit, wo «Banker» und «Bonus» zurzeit wohl die meistgehassten Worte sind.

Noch vor kurzem sorgten auch in der Schweiz die Banker-Boni jeweils für einen öffentlichen Aufschrei. Doch hat sich die Aufregung gelegt, nachdem erstens die Boni seit drei Jahren deutlich tiefer liegen und zweitens die Annahme der Minder-Initiative die Volksseele besänftigt hat.

Big Pharma zahlt bigger

Auch die Bonus-Instrumente sind transparenter geworden. Sie dienen vermehrt langfristigen Anreizen und können entsprechend an Wert einbüssen, wenn bestimmte Ziele – wie beispielsweise ein höheres Eigenkapital – nicht erreicht werden.

Die höhere Sensibilität gegenüber den Banker-Löhnen wie auch die veränderten Geschäftsmodelle haben insbesondere in der Schweiz dazu geführt, dass die CEO der beiden Grossbanken gegenüber jenen der beiden Pharmariesen ins Hintertreffen geraten sind. Joe Jimenez von Novartis verdiente 2013 13,2 Millionen Franken und Severin Schwan von Roche 11,9 Millionen.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Gegen die romantische Verblödung
  • Deutsche Bank im Visier Chinas
  • Die nächste Blase platzt im Bong
  • Nacktfotos für einen Kredit
  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram Follow finews.ch

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Zürcher Bankenverband

News und Einschätzungen zum Zürcher Finanzplatz.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

SELECTION

Selection

Auf diese zehn Leute sollten Sie 2016 achten

Das sind die Vertreter des Schweizer Finanzplatzes, die in diesem Jahr für Furore sorgen werden.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

weitere News