Julius Bär: Neugeld aus Deutschland

Julius Bär zeigt für die ersten vier Monate 2014 gute Resultate: Die Bruttomarge ist gestiegen, der Nettoneugeld-Zufluss liegt im Rahmen der mittelfristigen Ziele, und die Restrukturierung macht Fortschritte.

Per Ende April verwaltete die Julius-Bär-Gruppe Vermögen von 264 Milliarden Franken, was einem Anstieg von 4 Prozent seit Ende 2013 entspricht und leicht über den Erwartungen der Analysten liegt, wie einer Mitteilung vom Mittwoch zu entnehmen ist.

Darin enthalten sind 53 Milliarden Franken des internationalen Wealth-Management-Geschäfts von Merrill Lynch (IWM) ausserhalb der USA. Von diesen 53 Milliarden Franken wiederum seien 42 Milliarden Franken auf der Julius-Bär-Plattform gebucht und bezahlt gewesen, heisst es weiter.

Neugeld aus Deutschland und den Wachstumsmärkten

Die Zunahme der verwalten Vermögen der Gruppe schliesst auch 6 Milliarden Franken der brasilianischen Tochtergesellschaft GPS ein, die erstmals konsolidiert wurde. Die gesamthaft betreuten Kundenvermögen stiegen um 3 Prozent auf 359 Milliarden Franken.

Der Netto-Neugeldzufluss bewegte sich auf annualisierter Basis im mittelfristigen Zielbereich von 4 bis 6 Prozent. Dazu habe der anhaltende Zufluss aus den Wachstumsmärkten sowie aus dem lokalen Geschäft in Deutschland beigetragen.

Deutliche Produktivitätsfortschritte

Die Bruttomarge verbesserte sich gegenüber dem zweiten Halbjahr 2013 um 4 Basispunkte auf 95 Basispunkte. Unter Ausklammerung von IWM und auf das bisherige Geschäft von Julius Bär hochgerechnet, betrug die Bruttomarge rund 98 Basispunkte, verglichen mit 96 Basispunkten im zweiten Halbjahr 2013.

Beim IWM-Geschäft seien aber in den ersten vier Monaten 2014 deutliche Produktivitätsfortschritte erzielt worden, so die Bank weiter. Die vormaligen IWM-Kundenberater trugen bereits zum Netto-Neugeldzufluss bei. Mit 83 Basispunkten erreichte die hochgerechnete Bruttomarge auf den IWM-Vermögen fast das für 2015 anvisierte Ziel von 85 Basispunkten.

Rund 100 Mitarbeiter weg

Die bereits angekündigte Restrukturierung nach Abschluss des Transfers der Mehrheit der IWM-Vermögen befindet sich insgesamt auf Kurs, wie Julius Bär am Mittwoch weiter mitteilte.

Seit Anfang Jahr hätten im Rahmen der integrationsbezogenen Redimensionierung netto mehr als 100 Mitarbeitende die Gruppe verlassen. Damit sei die Bank auf gutem Weg, bei der Realisierung der transaktionsbezogenen Synergieziele wie vorgesehen Fortschritte zu erzielen.

Weitere Verbesserungen erwartet

Die Cost/Income Ratio der Gruppe überstieg die im zweiten Halbjahr 2013 erzielten 73,3 Prozent leicht. Auf Grund des zeitlichen Verlaufs der wichtigsten IWM-Restrukturierungsmassnahmen erwartet Julius Bär aber, dass sich die Cost/Income Ratio in der zweiten Jahreshälfte 2014 näher zum mittelfristigen Zielbereich von 65 bis 70 Prozent verbessern wird.

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