«Das hört auf. Jetzt sofort»

Offenbar kursieren in der Deutschen Bank weiterhin üble Mails: Dies deutet jedenfalls ein drastischer Aufruf aus der Investmentbank an.

Wenn der Ton nicht stimmt, dann hat das «ernste Folgen für eure Karriere»: So drohte der Co-Chef des Investmentbanking bei der Deutschen Bank seinen Mitarbeitern. «Einige von euch bleiben weit hinter unseren Standards zurück», mahnte Colin Fan in einem Video, das an die Deutsch-Investmentbanker weltweit geschickt wurde.

«Um es klar zu sagen: Unser Ruf ist alles», so Fan laut der Wochenzeitung «Die Zeit», welche die rund einminütige Aufnahme einsehen konnte. «Zu prahlen, indiskret oder vulgär zu sein ist nicht in Ordnung.»

«Was ihr sagt, wie ihr es sagt»

Wir erinnern uns: Bei diversen Skandalen – beispielsweise im Libor-Fall, beim CS-Senatshearing oder bei Goldman Sachs' «Fabulous Fab» – kamen interne Mails an die Öffentlichkeit, in denen die Banker grossspurig über Grenzwertiges schrieben, Mauscheleien benannten und letztlich Fehlverhalten bewiesen.

Er habe bei diesem Thema «alle Geduld verloren», kommentierte Colin Fan nun: «Jede Kommunikation, die auch nur ansatzweise als unprofessionell angesehen werden könnte, hört auf. Jetzt sofort». Und weiter: «Denkt sorgfältig darüber nach, was ihr sagt und wie ihr es sagt. Wenn nicht, hat das ernste Folgen für euch persönlich.»

Im Hintergrund der Aktion, so «Die Zeit», stehe wohl auch das Bemühen der Deutschen Bank, den 2012 ausgerufenen Kulturwandel überall im Haus voranzutreiben.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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