Credit-Suisse-Präsident Urs Rohner: «Tidjane Thiam ist der ideale CEO»

Urs Rohner, Präsident Credit Suisse

Urs Rohner, Präsident Credit Suisse

CS-Präsident Urs Rohner stellte sich an der Generalversammlung hinter seinen CEO Tidjane Thiam. Der Belegschaft gab er gleichzeitig eine Durchhalte-Parole aus.

An der mit grosser Spannung erwarteten Generalversammlung der Credit Suisse (CS) vom (heutigen) Freitag im Zürcher Hallenstadion sagte Credit-Suisse-Präsident Urs Rohner, mit Tidjane Thiam verfüge die CS über «den idealen CEO» für die Umsetzung der neuen Strategie, mit der ein «neues Kapitel in der über 160-jährigen Geschichte» der Bank aufgeschlagen wurde.

An der Generalversammlung vom Freitag nahmen exakt 1'600 Aktionäre und Aktionärinnen teil. Diese Eigentümer vertraten gerade einmal 1,15 Prozent des Aktienkapitals. 

An die Adresse der Beschäftigten sagte Rohner, es sei ihm sehr wohl bewusst, dass die vergangenen Monate für sie nicht leicht gewesen seien und von ihnen allen sehr viel abverlangt habe. Zudem mahnte er zu mehr Geduld, indem er weiter sagte: «Wir wollen dabei jedoch keinen Sprint gewinnen, sondern einen Marathon.»

Langfristiges Denken wird zum Mantra

Auf dieser Langstrecke befindet sich die CS allerdings noch am Anfang, wie den weiteren Aussagen Rohners zu entnehmen war. Denn nachdem 2015 bereits ein anspruchsvolles Jahr gewesen sei, würden im laufenden Geschäftsjahr die Herausforderungen voraussichtlich kaum abnehmen, sagte der CS-Präsident. Vor diesem Hintergrund betonte er, dass für den langfristigen Erfolg noch viel stärker als bisher «langfristiges Denken» Einzug in die Finanzindustrie halten müsse.

Unter diesen Prämissen räumte Rohner ein, dass man mit der Kursentwicklung der CS-Aktie nicht zufrieden» sein könne. Trotzdem betonte er aber auch, dass der Markt in den vergangenen Wochen begonnen habe, die Richtigkeit der Massnahmen zu erkennen und sie positiver zu beurteilen.

Es wird viel abverlangt

Doch Rohner warnte gleichzeitig vor verfrühten Fortschritten: «Die Umsetzung wird in den nächsten zwei Jahren nochmals viel von allen abverlangen.» Weiter sagte er: «Ich arbeite für die CS als Präsident des Verwaltungsrats nun seit fünf Jahren. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals derart enorme Veränderungen in der Finanzindsutrie gesehen hätte, wie in dieser Zeit.»

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Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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