Aktionärsvertreter rüsten gegen die UBS

Bild: Shutterstock

An der Generalversammlung der UBS werden Management und Verwaltungsrat mit zwei wichtigen Aktionärsvertretern die Klingen kreuzen. Wer als Sieger aus diesem Kampf hervorgeht, steht aber bereits fest.

An der ordentlichen Generalversammlung der UBS in der Messe Basel morgen Dienstag werden sich der Verwaltungsrat mit Axel Weber an der Spitze und UBS-CEO Sergio Ermotti scharfe Worte gefallen lassen müssen.

Denn der gewichtige amerikanische Aktionärsvertreter Glass Lewis empfiehlt, dem Management und dem Verwaltungsrat die Décharge zu verweigern, wie die «NZZ am Sonntag» (Artikel bezahlpflichtig) mit Verweis auf eine Analyse von Glass Lewis berichtete. 

Schwache Risikokontrolle

Insbesondere die laufenden juristischen Auseinandersetzungen der Schweizer Grossbank seien alarmierend. Sie stellten eine ernsthafte Bedrohung dar, dass das Unternehmen finanziell und in seiner Reputation schaden nehme, hiess es weiter.

«Wir sehen keine ausreichenden Belege, dass die Risikokontrollen robust genug sind, um eine Entlastung von Verwaltungsrat und Management für das vergangene Fiskaljahr zu rechtfertigen», lautete das Fazit.

Zweifel an den Revisoren

Widerstand hat auch die Anlagestiftung Ethos angekündigt. So wird sie sich gegen die die erneute Wahl der Revisoren von Ernst & Young stellen, wie aus einem Bericht der «Sonntagszeitung» (Artikel bezahlpflichtig) zu entnehmen ist.

«Wir haben ernsthafte Bedenken, was die Qualität der Prüfung der Bank durch Ernst & Young während der letzten zehn Jahre betrifft», wurde Ethos-Direktor Vincent Kaufmann zitiert.

Gemäss dem Bericht blieben den Revisoren unter anderem die angehäuften Ramschhypotheken verborgen, die zu Milliardenverlusten führten, sowie die für amerikanische Kunden geleistete Beihilfe zur Steuerhinterziehung und die Manipulation des Referenzzinssatzes Libor durch UBS-Banker.

Wenig Durchschlagskraft 

Anders als Ethos und Glass Lewis empfiehlt der Rivale ISS, sämtlichen Anträgen des UBS-Verwaltungsrates zuzustimmen, wie die «NZZ am Sonntag» weiter berichtete. 

Glass Lewis sorgte bereits im Vorfeld der Generalversammlung der Credit Suisse (CS) für Aufsehen. So empfahl er damals die Abwahl von Credit-Suisse-Präsident Urs Rohner, wie auch finews.ch berichtete.

Trotz diversen Störfeuern kamen aber wie üblich alle Anträge der CS durch. Und dies dürfte auch bei der UBS der Fall sein, wie finews.ch unlängst urteilte. 

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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