UBS Wealth Management: Ein schleichender Niedergang?

UBS

Das UBS Wealth Management liefert das siebte aufeinanderfolgende Quartal tiefere Erträge. Die Gegenmittel lautet Kosten sparen. Doch genügt das?

Jürg Zeltner, Chef UBS Wealth Management, war in den letzten Monaten wenig zu beneiden. Seine Geschäftseinheit, um welche die UBS alle ihre Aktivitäten aufgebaut hat, steht seit geraumer Zeit im Gegenwind, der laufend stärker wird.

«Kleinere Brötchen» müsse die UBS backen, sagte er. Und: Neugeld zu akquirieren, sei nicht mehr sein Ziel.

Seit 2015 immer weniger Einnahmen

Im dritten Quartal 2016 hat das Wealth Management einen Vorsteuergewinn von 634 Millionen Franken erzielt. Das ist im Vergleich zu unmittelbar vorangegangenen Quartalen zwar ein leicht besserer Wert, in der langen Reihe ist er aber unterdurchschnittlich.

UBS Profit

Fakt ist, dass die UBS in ihrem Kerngeschäft seit nun sieben aufeinanderfolgenden Quartalen weniger Geld einnimmt. Ein letzter Höhepunkt war das erste Quartal 2015 gewesen mit einem Erlös von 2,1 Milliarden Franken. Seither zeigt die Kurve abwärts. Langsam, aber stetig.

UBS Erloese

Das gleiche Bild zeigt sich bei den Margen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2015 und jetzt hat die UBS 10 Basispunkte verloren. Auch hier zeigt die Kurve scheinbar unaufhaltsam abwärts.

UBS Margen

Nun ist die UBS von dieser Entwicklung nicht etwa auf dem linken Fuss erwischt worden. Quartal für Quartal senkt sie im Wealth Management die Kosten. Insbesondere beim Personal, wo seit geraumer Zeit auch eine Stellenabbau stattfindet und laut Zeltner auch weiter fortgesetzt wird.

Banking heisst Kosten sparen

Die Entwicklungen legen eine Erkenntnis dar, welche sich in der Bankenbranche breit macht: Erfolg im Banking – und Private Banking insbesondere – manifestiert sich zu einem wichtigen Teil in der Fähigkeit, Kosten einzusparen.

Die UBS will ihre Gesamtkosten bis Ende 2017 um 2,1 Milliarden Franken senken, 1,5 Milliarden sind bereits eingespart worden.

Das Kundenverhalten ist das Problem

Das Problem der UBS wie anderer Banken auch sind die gemäss UBS über Erwarten schneller steigenden Regulierungskosten und die Kunden, die angesichts hoher geldpolitischer Unsicherheiten viel weniger Transaktionen tätigen.

Während bei den Regulierungskosten wohl irgendwann eine Decke erreicht sein wird, ist nicht absehbar, wann sich das Kundenverhalten wieder ändern wird.

Kostensenkungen auf der Personalseite lassen sich auch nicht beliebig fortsetzen. Die UBS steht vor der grossen Frage, wie sie ihr Kerngeschäft für die Zukunft nachhaltig aufstellen soll.

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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