Leonteq: Abgänge im Management

Rüdiger Assion

Rüdiger Assion, Leonteq

Die neue Strategie der Derivate-Spezialistin Leonteq führt zu einem Stellenabbau und zu einem Revirement in der Geschäftsleitung. Es kommt dabei zu Neuernennungen – und zu namhaften Abgängen.

Der auf strukturierte Produkte spezialisierte Finanzdienstleister Leonteq hat sich eine neue Organisationsstruktur verpasst und sich neue Ziele gesetzt. Die Reorganisation führt laut der Zürcher Derivate-Spezialistin unter anderem zu einen Abbau von global rund 50 Stellen. Zudem zieht die am Mittwoch angekündigte neue Drei-Sparten-Struktur auch einen Umbau der Geschäftsleitung nach sich. 

So hat der Verwaltungsrat von Leonteq Tobias Wohlfarth, derzeit Head of Platform Partners Integration & Relationship Management bei Leonteq, zum Mitglied der Geschäftsleitung und Head of Banking Solutions ernannt.

Zugang von der Deutschen Börse

Zudem wurde Rüdiger Assion, derzeit Managing Director Group Communications bei der Deutschen Börse, als neuer Chief Communications Officer in die Geschäftsleitung von Leonteq gelotst. Mit der Ernennung eines Chief Communications Officer trägt der Verwaltungsrat der zunehmenden Bedeutung einer transparenten und strategischen Kommunikation an den Kapitalmärkten Rechnung, hiess es.

Das ist wohl ein weiterer Fingerzeig darauf, dass Leonteq ihren gebeutelten Eignern nach Kräften entgegenzukommen sucht.

Zwei Abgänge

Im Zuge der Zusammenführung der Finanz- und Risiko-Funktionen auf Stufe Geschäftsleitung wurde zudem vereinbart, dass der derzeitige Chief Risk Officer Daniel Cangemi per sofort von seiner Funktion zurücktreten und, um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen, das Unternehmen Mitte 2017 verlassen wird.

Zudem hat sich Yann Besnard, derzeit Head of Business Innovation, entschieden, von seiner Funktion zurückzutreten; er wird bis Mitte 2018 weiterhin als externer Senior Advisor des CEO zur Verfügung stehen, vor allem um die Realisierung neuer Bankpartnerschaften aus Leonteqs starker Pipeline zu unterstützen.

Die neue Geschäftsleitung wird sich wie folgt zusammensetzen:

  • Jan Schoch: Chief Executive Officer
  • Marco Amato: Chief Financial & Risk Officer
  • Justin Arbuckle: Chief Technology Officer
  • Rüdiger Assion: Chief Communications Officer
  • Sandro Dorigo: Head of Business Development
  • Steven Downey: Head of Markets
  • Jochen Kühn: Head of Insurance & Wealth Planning Solutions
  • Manish Patnaik: Chief Operating Officer
  • Ulrich Sauter: General Counsel
  • David Schmid: Head of Investment Solutions
  • Tobias Wohlfarth: Head of Banking Solutions

Vorbehältlich der Genehmigung durch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) treten diese Ernennungen Mitte November 2016 und im Januar 2017 in Kraft.

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NEWS GANZ KURZ

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

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